Ein Einkaufswagen mit verschiedenen Produkten drin.
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Rückruf einer Schinkenspezialität

Hersteller warnt

Rückruf einer Schinken-Spezialität: Nicht essen! Schwere Erkrankungen bei bestimmten Personengruppen möglich

  • Cindy Boden
    vonCindy Boden
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Listerien-Erkrankungen sind nicht ungefährlich. Deshalb wird dringend davon abgeraten, das zurückgerufene Produkt eines Wurstherstellers zu verzehren.

  • Es gibt einen neuen Rückruf* bei Norma.
  • Betroffen ist eine Schinkenspezialität eines Familienunternehmens.
  • Schwangeren, Älteren und anderen Personengruppen drohen schwere Erkrankungen beim Verzehr des betroffenen Produkts.

Neu Wulmstorf - Wer gern eine Scheibe Schinken auf seinem Brot isst, sollte auf eine bestimmte Ware verzichten. Denn der Hersteller Schwarz Cranz GmbH & Co. KG muss eines seiner Produkte zurückrufen. Betroffen sind die Rohschinken Abschnitte, mild geräuchert vom Gut Bartenhof. Eingegrenzt wird der Rückruf auf die 300 Gramm-Packung mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 30. November 2020. Laut produktwarnung.eu wurde der Schinken ausschließlich über Filialen von Norma* verkauft. Weitere Mindesthaltbarkeitsdaten sind nicht betroffen. Die betroffene Ware wurde aus dem Verkauf genommen. Grund für den Rückruf ist der Nachweis von Listeria monocytogenes.

  • Produktbezeichnung: Rohschinken Abschnitte, mild geräuchert, Gut Bartenhof
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 30. November 2020
  • Chargennummer: L4430634907

Betroffen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg und Niedersachsen. Der Hersteller gibt an, dass im Rahmen einer einzelnen Analyse bei diesem Produkt die mikrobiologische Beeinträchtigung festgestellt wurde. Das Unternehmen ruft seine Kunden deswegen dazu auf, das betreffende Produkt nicht zu verzehren*.

Rückruf bei Norma: Listerien-Erkrankungen möglich - Diesen Schinken nicht verzehren

In den meisten Fällen äußern sich Listerien-Erkrankungen mit Durchfall, schweren Magen-Darm-Erkrankungen, Fieber und Symptomen ähnlich eines grippalen Infekts. Dabei gilt zu beachten, dass derartiges Unwohlsein erst teilweise zwei oder drei Wochen nach Verzehr des Produkts, manchmal sogar noch später, auftreten kann. Lebensmittelwarnung.de und die Firma Schwarz Cranz warnen insbesondere Schwangere, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem, dazu gehören beispielsweise frisch operierte: Sie können unter Umständen schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Diese müssen mit Antibiotikum behandelt werden.

Rückruf eines Schinkens: Schwere Erkrankungen bei bestimmten Personengruppen möglich

Ungeborene Kinder können schwer geschädigt werden, ohne dass die Mutter selbst etwas merkt. Deshalb sollten Schwangere, die den Schinken verzehrt haben, auch ohne Symptome ärztlichen Rat einholen. Sobald alle anderen Personen, die dieses Produkt gegessen haben, schwere oder anhaltende Symptome merken, ist es dringend geboten, ebenfalls ärztliche Hilfe aufzusuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinzuweisen. Meist verläuft eine Listeriose bei gesunden Menschen jedoch harmlos.

Das Unternehmen Schwarz Cranz hat seinen Sitz in Neu Wulmstorf in Niedersachsen und ist für Schinken- und Wurstspezialitäten bekannt. Das Familienunternehmen wird bereits in der sechsen Generation geführt und wurde 1852 gegründet.

Video: Aldi ruft Aufschnitt zurück

Zuletzt wurden unter anderem drei Käse-Varianten* sowie Nachspeisen von Landliebe zurückgerufen. Warum immer wieder Produkte zurückgerufen werden, können Sie hier bei Merkur.de* nachlesen. (cibo) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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