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Nudel-Rückruf: Giftige Substanz kann Nervensystem schädigen - unter keinen Umständen verzehren

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Bei einem Nudelprodukt wurde eine giftige Substanz nachgewiesen. Das Unternehmen hat die Kunden bereits gewarnt. Vom Verzehr des Lebensmittels wird dringend abgeraten.

Trochtelfingen - Bio-Ware gilt als äußerst gesund und qualitativ hochwertig. Trotzdem ist ein Schadstoff-Befall nicht grundlegend auszuschließen. Bei einem Produkt ist nun besondere Vorsicht geboten. Die Marke „Beste Landqualität“ hat den Rückruf eines Lebensmittels aus dem eigenen Sortiment gestartet. Die Nudeln sollen unter keinen Umständen verzehrt werden.

Grund dafür ist ein Pilz, der auf einer Charge Bio-Spaghetti aus Vollkorndinkel nachgewiesen wurde und zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Wie die Lebensmittelwarnung auf der eigenen Webseite (20. September) mitteilte, handelt es sich bei den verunreinigten Produkten um Verpackungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25. sowie 26. Februar 2023. Darin seien Spuren von Ergotalkaloiden festgestellt worden.

Nudel-Rückruf: Giftiger Pilz auf Bio-Spaghetti nachgewiesen - vom Verzehr wird dringend abgeraten

Der Hersteller informierte die Kunden umgehend über die schädlichen Rückstände und wandte sich in einem Informationsschreiben direkt an die Verbraucher: „Kunden und Kundinnen, die Beste Landqualität Bio-Dinkelvollkorn-Spaghetti mit den beiden genannten Mindesthaltbarkeitsdaten zu Hause haben, sollten die Nudeln vorsorglich nicht mehr verzehren. Ergotalkaloide können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.“ Käufer des Produkts können in der Verkaufsstelle kostenfreien Ersatz erhalten.

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten oder Nudelsorten sind von dem Rückruf nicht betroffen. Die Dinkel-Vollkorn-Spaghetti waren zwar bundesweit erhältlich, sind aber mittlerweile aus dem offenen Verkauf entfernt worden.

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Pilz-Rückstände in Bio-Nudeln: Diese Auswirkungen kann der Verzehr der Giftstoffe haben

Laut dem Lebensmittelchemischen Institut werden Ergotalkaloide als sehr schädlich für den menschlichen Körper eingestuft. Sie werden auf natürliche Weise von bestimmten Pilzen gebildet und kommen vornehmlich im sogenannten Mutterkorn vor. Dinkel ist eine der Getreidesorten, die von einem solchen Schadstoff-Befall betroffen sein kann.

Nach dem Verzehr kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Verbraucher sollen unbedingt auf akute Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Muskelkontraktionen, Kopfschmerzen oder Herz-Kreislaufprobleme achten. Im schlimmsten Fall können sogar Störungen des Zentralnervensystems auftreten.

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt, können bei Frauen nach dem Verzehr geringer Mengen außerdem bereits Uterusblutungen und Fehlgeburten auftreten. Größere Mengen an Ergotalkaloiden können zudem Durchblutungsstörungen, Halluzinationen, Krämpfe, sowie Empfindungsstörungen und Lähmungen erzeugen.

Auch der Bio-Händler Alnatura nahm vor kurzem vorsorglich seine Dinkel-Vollkorn-Spaghetti in ganz Deutschland aus dem Sortiment. Darin wurden ebenfalls Spuren von Ergotalkaloiden festgestellt. (men)

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