Süßigkeiten in einem Kiosk am Barbarossaplatz in Köln. (Symbolbild)
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Beim Genuss bestimmter Süßigkeiten besteht laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Lebensgefahr. (Symbolbild)

Mehrere Bundesländer betroffen

Erstickungsgefahr: Dringende Lebensmittelwarnung für Gelee-Süßigkeiten

  • Jonas Raab
    vonJonas Raab
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Das Bundesamt warnt eindringlich vor bestimmten Gelee-Süßigkeiten. Welche Produkte betroffen sind und was Verbraucher jetzt unbedingt beachten müssen.

Berlin/Braunschweig - Achtung: Beim Genuss bestimmter Süßigkeiten besteht Erstickungsgefahr! Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt regelmäßig vor Produkten, die den Konsumenten in Gefahr bringen. Seit Monaten rät die Behörde immer wieder dringend davon ab, bestimmte Gelee-Süßwaren zu essen. Schlimmstenfalls können die Süßigkeiten sogar für Lebensgefahr sorgen, wie das BVL jetzt mitteilt. Betroffen sind vornehmlich Süßigkeiten aus dem asiatischen Raum.

Als Grund für die Warnung, die erstmals im August 2020 veröffentlicht und seitdem mehrmals aktualisiert wurde, nennt das Bundesministerium auf seinem Portal lebensmittelwarnung.de: „Mögliche Erstickungsgefahr beim Verzehr der genannten Gelee-Süßwaren in Minibechern.“ Die Gefahr bestehe unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum, insofern der Zusatzstoff Carrageen (E 407) enthalten sei.

Erstickungsgefahr bei bestimmten Süßwaren: Diese Gelee-Produkte sind betroffen

  • „Pipo Cup Jelly“
  • „Fruit Flavour Jelly Cup“
  • „Mix Jelly Pudding“

Gut neun Monate seit der Erstwarnung scheinen die Gelee-Süßigkeiten immer noch im Umlauf zu sein. Das Problem heute wie damals: Weder Hersteller noch Verkaufsstellen sind bekannt – zumindest nennt sie das Bundesamt für Verbraucherschutz nicht. Betroffen seien laut BVL-Portal lebensmittelwarnung.de aber die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein. Hier sollten Süßigkeiten-Liebhaber also besonders auf der Hut sein.

Erstickungsgefahr bei Gelee-Süßigkeiten: Das müssen Verbraucher jetzt beachten

Es wird empfohlen, von einem Rückruf beziehungsweise einer Lebensmittelwarnung betroffene Süßigkeiten in den jeweiligen Verbraucherstellen zurückzugeben. Und natürlich sollten die Süßigkeiten auf keinen Fall verzehrt werden.

Gelee-Produkte stehen immer wieder im Fokus des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Bereits im Juni 2020 hatte das Bundesamt vor folgenden, ganz ähnlichen Gelee-Produkten in Minibechern gewarnt: „Girl Jelly Fruity Bites“, „Boy Jelly Fruity Bites“, „Fruitery Jelly Assorted Jar“, „Fruitery Jelly Assorted Bag“, „Pentagon Cup Jelly Snack Bag“, „Pentagon Cup Taro (Bag)„, „Pentagon Cup Taro (Jar)„ und „Assorted Jelly Snack“ des Herstellers Tsang Lin Industries Ltd.

Wer es mit Süßwaren aus dem osteuropäischen Raum hält, sollte außerdem diesen Rückruf beachten: Beim Verzehr einer beliebten Waffelsorte besteht laut Herstellerangaben eine Gefahr durch krebserregende Stoffe.

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