Schwerwiegende Fehler

Eis-Rückruf bei Rewe: Fehler bei Produktion hat drastischen Konsequenzen

  • vonLucas Maier
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Bei Rewe gibt es einen Eis-Rückruf. Bei der Produktion kam es zu einem schwerwiegenden Fehler. Die Folgen könnten drastisch sein.

  • Rückruf* von Eis: Online-Verbraucherportal lobt Umgang von Rewe.
  • Der Eis-Verzehr kann schlimme Folgen haben.
  • Bei dem Eis von Rewe* kam es während der Produktion zu einer folgenreichen Verwechslung.

Kassel - Auch wenn es draußen wieder kälter wird: Eis erfreut sich auch in der aktuellen Jahreszeit bei vielen Kunden großer Beliebtheit. Doch bei diesem Eis könnte sich das schnell ändern - denn ein Eis von Rewe ist derzeit von einem Rückruf betroffen. Für manche Personen kann der Verzehr schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Eis-Rückruf bei Rewe: Es kam zu einer folgenreichen Verwechslung

Der Rückruf betrifft ein Eis von Rewe, welches als glutenfrei gekennzeichnet ist. Durch eine Verwechslung ist dieser Hinweis allerdings falsch.

Eis-Rückruf: So sieht das betroffene Produkt von Rewe aus.

Auf der Verpackung wird ein Karamelleis mit Kokosmilch versprochen, in der Verpackung befindet sich allerdings Vanilleeis. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Produkt Gluten befindet.

Rückruf: Verbraucher können das betroffene Eis in jeder Rewe-Filiale zurückgeben

Das vom Rückruf betroffene Eis ist ein „Rewe beste Wahl“ Produkt. Hergestellt wird das Eis vom Hersteller Eisbär Eis. Von dem Rückruf sind nur Produkte mit bestimmten Eckdaten betroffen. Im Folgenden sind die Eckdaten aufgelistet:

Artikel-Name: Rewe Beste Wahl Caramel Coconut
Größe: 500 Milliliter
Chargen-Nummer: LEE9205
Mindesthaltbarkeitsdatum - MHD: 01/21 - Januar 2021
Hersteller:Eisbär Eis
Grund: Verwechslung - Gluten

Zurückgerufene Produkte können auch ohne Vorlage des Kassenbons in jeder Rewe-Filiale zurückgegeben werden. Der Rückruf wurde auf der Website produktwarnung.eu veröffentlicht. Die Verbraucherexperten bewerten den Umgang des Herstellers mit dem Rückruf als „gut“ und markieren ihn mit einem grünen Daumen.

Eis-Rückruf bei Rewe: Verwechslung kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben

Für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit kann das Eis von Rewe einige unangenehme Folgen haben. Die Unverträglichkeit von Gluten wird auch Zöliakie genannt. Laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. ist in Deutschland einer von einhundert Menschen betroffen.

Sie berufen sich hierbei auf neuere Studien. Bis vor einigen Jahren ging man noch von einer weitaus geringeren Verbreitung in Deutschland aus. Damals wurde angenommen, dass ein Mensch von 1000 bis 2000 Menschen in Deutschland betroffen sei.

Rückruf von Rewe-Eis: Betroffenes Produkt kann bei Intoleranz zu Problemen führen

Allerdings hat man nun herausgefunden, dass lediglich 10 bis 20 Prozent der Betroffenen die Glutenunverträglichkeit in Gänze aufweisen. Die restlichen 80 bis 90 Prozent hätten laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. keine oder eher untypische Symptome, weshalb viele Personen gar nichts von ihrer Zöliakie wissen.

In Kassel haben sich Eltern eines Zöliakie-Patienten dazu entschlossen, ein glutenfreies Lokal zu eröffnen. Damit wollen sie unter anderem weiteren Betroffenen einen Treffpunkt geben:

Patienten, die an Zöliakie leiden, können schwerwiegende Folgen durch den Verzehr des Rewe-Eis-Produktes erleiden. Wenn betroffene Personen Gluten zu sich nehmen, kann dies eine Entzündung im Darm verursachen.

Gluten im Rewe-Eis: Allergischer Schock droht

Das kann laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. eine verringerte Nährstoffaufnahme zur Folge haben. Nahrungsmittelallergien können aber auch zu Reaktionen der Atemwege mit Verengung der Bronchien und der Haut führen. Im Extremfall kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Auch Symptome ohne direkten Bezug zum Magen-Darm-Trakt sind möglich. Deshalb wird sie auch als Systemerkrankung verstanden: also als Erkrankung des gesamten Körpers. (luc) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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