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Neuer Schokoladen-Rückruf: Leber- und Nierenschäden drohen

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Von: Stella Henrich

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Ein Hersteller ruft bundesweit seine Schokolade mit Mandeln, Honig und Meersalz zurück. Beim Verzehr des Produkts drohten den Verbrauchern Leber- und Nierenschäden.

München ‒ Aufgrund einer möglicherweise bestehenden Gesundheitsgefahr ruft die myChoco GmbH den Artikel „Vollmilchschokolade (Kakao: 31 Prozent mindestens) mit Mandeln, Honig und Meersalz, 180g“, mit der Chargennummer 22067 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Juni 2023 zurück. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung auf seiner Webseite mitteilt, weist der Artikel möglicherweise einen hohen Gehalt an Aflatoxin B1 und Gesamt-Aflatoxin B1+B2+G1+G2 auf. Dieser erhöhte Aflatoxingehalt sei auf die in dem Produkt enthaltenden Mandeln zurückzuführen.

Das Bild zeigt die Vorderseite des Artikels „Vollmilchschokolade von myChoco“. Auf der Tafel steht myChoco mit MAndel, Honig und Meersalz.
Artikel: Vollmilchschokolade (Kakao: 31% mindestens) mit Mandeln, Honig und Meersalz von myChoco. © Hersteller myChoco, Webseite

Der Artikel wurde bundesweit über den Lebensmitteleinzelhandel - vor allem über Filialen der Handelsketten Edeka, Globus und Rewe - sowie über den unternehmenseigenen Onlineshop verkauft.

Produktrückruf: Verbraucherschützer warnen vor Pilzgiften

Aflatoxine sind natürlich vorkommende Pilzgifte (Mykotoxine). Man unterscheidet mindestens 20 natürlich vorkommende Aflatoxine, von denen Aflatoxin B1 als das für den Menschen gefährlichste gilt. Neben Aflatoxin B1 haben vor allem die Toxine B2, G1 und G2 sowie die in Milch vorkommenden Derivate M1 und M2 eine größere Bedeutung, warnt die Verbraucherseite Produktwarnung.de.

Wir raten vom Verzehr des betroffenen Produkts ab und rufen das Produkt vorsorglich öffentlich zurück.

myChoco GmbH, Presseerklärung

Im Vordergrund stehen chronische Wirkungen, wie Nieren- oder Leberschäden, die aber vor allem bei Aufnahme von Aflatoxinen über einen vergleichsweise langen Zeitraum auftreten. Akute Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Aufnahme von Aflatoxinen würden jedoch beim Menschen äußerst selten beobachtet, erklärt myChoco.

Dennoch rät der Hersteller vom Verzehr des Produkts ab und ruft das Produkt vorsorglich öffentlich zurück. Kunden, die den entsprechenden Artikel gekauft haben, erhalten ihr Geld in den Supermärkten zurück - auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Erst in der jüngsten Vergangenheit musste der Süßwarenhersteller Ferrero massenhaft seine Überraschungseier aus dem Handel zurückrufen. Der Grund für den Rückruf waren Salmonellen, die in die Produkte gelangt waren. Auch der Discounter Penny zog im März seine Nuss-Snacks zurück, weil Aflatoxin B1 darin gefunden wurde.

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