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Rückruf bei Billighändler: Kindersnack erneut mit potenziell krebserregenden Inhaltsstoffen kontaminiert

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Von: Jannis Gogolin

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Erneut wurde in Einhorn-Keksen des Billighändlers TEDi gesundheitsschädigende Stoffe gefunden. Das Produkt sollte unter keinen Umständen gegessen werden.

München – Von wegen rosa, fröhlich, harmlos und für Kinder geeignet: Kürzlich stellten Lebensmittel-Kontrolleure bei der Untersuchung von Einhorn-Keksen erhöhte Dosen von schädlichen Inhaltsstoffen fest. Bis zum Freitag, 20. Januar, wurde die Süßigkeit noch in allen TEDi-Läden verkauft. Nun ruft das Unternehmen die Produkte zurück und spricht eine deutliche Warnung aus – erneut.

Rückruf bei Billighändler: Einhorn-Kekse erneut mit schädlichen Inhaltsstoffen kontaminiert

Wie TEDi über die staatliche Rückruf-Plattform lebensmittelwarnung.de mitteilt, sind in den Einhorn-Keksen der Marke Aldiva erhöhte 3-MCPD- und Glycidolwerte gefunden worden. Ersteres ist häufiger Bestandteil in raffinierten Pflanzenfetten. In Lebensmitteln ist der Stoff durch eine EU-Verordnung Grenzwerten unterworfen. Glycidol wird bei der Herstellung von Margarine verwendet und ist ebenfalls nur bedingt zulässig. Er steht unter starkem Verdacht, krebserregend zu sein.

Rückruf Einhornkekse Tedi
Harmlose Verpackung, gefährlicher Inhalt: Einhorn-Kekse der Marke Aldiva sollten nicht verzehrt werden. Verkauft wurde das Produkt in allen TEDi-Märkten. © Screenshot lebensmittelwarnung.de

Zurückgerufene Artikel für Verbraucher an Haltbarkeitsdatum und Artikelnummer erkennbar

Daher ruft das Unternehmen alle Produkte in der 220-Gramm-Packung des Lieferanten Modern Chocolate GmbH zurück und rät dringend vom Verzehr ab. Die Artikelnummer der betroffenen Artikel ist entweder 12252002021000000150 oder 10792002021000000255. Auch am Preis von 1,50 beziehungsweise 2,55 Euro oder am Mindesthaltbarkeitsdatum, 4. September 2023 oder 23. Dezember 2023, können potenzielle Käufer die gesundheitsschädigende Ware erkennen.

Das Produkt wurde vom 17. September 2021 bis zum 20. Januar 2023 in allen TEDi-Filialen verkauft. Bereits im September letzten Jahres rief das Unternehmen den gleichen Artikel mit der Artikelnummer 78719002021000000200 zurück. Auch in dieser Charge sollen die Anteile von 3-MCPD und Glycidol deren Grenzwerte überschritten haben.

Als bessere Alternative zu den Einhorn-Keksen gibt es für Naschkatzen unzählige Rezepte zum Selbermachen, bei denen man die Inhaltsstoffe etwas genauer kontrollieren kann. Denn Rückrufe können eigentlich jeden treffen. Auch der Discounter Lidl musste kürzlich Kekse reklamieren. Eine nicht deklarierte Zutat ist zwar per se nicht schädlich, könnte Allergikern jedoch ein schweres Leben bereiten.

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