Abfüllcharge kontaminiert

Rückruf: Brauerei warnt vor Verletzungsgefahr - Flaschen können überraschend platzen

  • VonCornelia Schramm
    schließen

Gleich eine ganze Charge hat es erwischt: Eine bayerische Brauerei ruft jetzt Getränkeflaschen zurück - denn eine Kontamination könnte das Glas zum Bersten bringen.

  • Bei der Abfüllung wurde gleich eine ganze Charge eines beliebten Getränks verunreinigt.
  • Eine bayerische Brauerei ruft die Getränke jetzt zurück.
  • Das beliebte Getränk ist mit Hefezellen kontaminiert - diese könnten das Flaschenglas explodieren lassen.

Passau - Gleich eine ganze Abfüllcharge ist betroffen: Die niederbayerische Brauerei Aldersbach muss eines ihrer beliebten Soft-Getränke zurückrufen. Bei der Abfüllung in einzelne Flaschen* wurde eine Limonade durch Hefezellen kontaminiert. Dies teilte das Passauer Unternehmen jetzt mit.

Brauerei-Rückruf: Limonade durch Hefezellen kontaminiert

Die Gefahr: Durch die Hefezellen kann es innerhalb der Flaschen zu einer ungewollten Gärung kommen. Eine solche fortdauernde Gärung kann den Innendruck in der Flasche so ansteigen lassen, dass das Glas ihm nicht mehr standhalten kann. Steigt der Druck zu hoch, kann das Flaschenglas plötzlich bersten. Limonaden-Fans sollten nun checken, ob sie Flaschen der entsprechenden Charge im Keller oder Kühlschrank stehen haben.

Rückruf: Achtung! Glas eines Sport-Drinks könnte bersten

Betroffen ist die Getränkecharge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17. April 2021. Verunreinigt ist aber nur das Getränk „Aldersbacher Iso-Sport“. Die Passauer Brauerei bittet nun alle Kunden, die das isotonische Getränk mit eben jenem Mindesthaltbarkeitsdatum gekauft haben, es in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückzugeben.

Eine gute Nachricht gibt es für die betroffenen Kunden: Die verunreinigten Flaschen werden ihnen vor Ort gleich durch neue „Aldersbacher Iso-Sport“- Getränke ersetzt. Ganz generell sind Rückrufe von Lebensmitteln leider keine Seltenheit. Immer dann, wenn Unternehmen ein Risiko für ihre Kunden erkennen, starten sie eine Rückruf-Aktion.

Im Juli musste so auch die Kassler Brauerei Zötler einen Rückruf für eines ihrer beliebten Biere herausgeben - der Grund war derselbe wie im Aldersbacher Fall. Bei routinemäßigen Untersuchungen fand ein Hersteller jetzt Plastikstücke in seiner Schokolade - und rief die Produkte zurück. Die 100 Gramm Tafeln werden unter anderem bei Rewe und Edeka verkauft. Vor kurzem musste auch ein Fleischhersteller seine Bio-Würste zurückrufen - wegen mikrobiologischen Verunreinigungen*. Weil das Produkt Fremdkörper enthalten kann, werden Chargen der beliebten Tafelschokolade Ovomaltine Crunchy zurückgerufen. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/ dpa/ Picture Alliance

Auch interessant

Kommentare