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Große Neuerungen bei Aldi und Lidl: Kunden erwartet wohl neues System beim Einkauf

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Von: Nadja Zinsmeister

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Supermärkte können typisch deutsch sein. Auf Reddit tauschten sich User darüber aus, was sie an deutschen Supermärkten besonders skurril finden.
Eine Frau räumt Einkäufe in ihren Einkaufswagen ein. (Symbolbild) © Tobias Steinmaurer/IMAGO

Einkaufen könnte bei Aldi und Lidl in Zukunft anders ablaufen als bisher. Auch der Drogeriemarkt dm entwickelt eine Methode, die das Einkaufen bald selbstständiger gestalten könnte.

München - Die Discounter Aldi und Lidl wollen offenbar einige Neuerungen in ihren Filialen einführen. Zum Einsatz soll nun verstärkt Self-Scanning kommen, also ein selbstständiges Scannen der Produkte mithilfe einer App. Auch die bekannte Drogeriemarke dm soll mit einer ähnlichen Idee ins Rennen gehen.

Automatische Bezahlmöglichkeiten wie SB-Kassen (Selbstbedienungskassen) gibt es in Deutschland bereits in einigen Supermärkten, Baumärkten und Möbelhäusern. Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, wollen Aldi und Lidl jetzt ebenfalls einen Schritt in Richtung mehr Automatisierung wagen: Dort soll zukünftig offenbar ein Scan&Go des Einkaufs möglich werden. Konkret bedeutet das, dass Kunden bereits während ihres Einkaufs mit einer speziellen App des jeweiligen Discounters das Produkt oder Lebensmittel scannen, das sie in den Einkaufswagen legen. An der Kasse angekommen, ist der Einkauf somit bereits erfasst.

Video: Was es mit dem QR-Code bei Rewe-Produkten auf sich hat

Aldi Süd und Lidl springen auf den Scan&Go-Zug mit auf

Aufmerksam auf die wohl zu erwartende Neuerung wurde die Lebensmittel Zeitung durch eine Stellenausschreibung von Aldi Süd. Gesucht werde demnach ein Anforderungsanalytiker, der „die Einführung der Scan&Go-App in weltweit über 7000 Filialen“ plant und unterstützt. Die Pressestelle des Discounters wollte diese Pläne auf Anfrage der Zeitung jedoch weder bestätigen noch verneinen und teilte lediglich mit, dass man den Markt beobachten würde und davon abhängig prüfe, inwiefern sich Scan&Go eigne. Anders sieht es in der Schweiz aus, wo Aldi Süd bereits seit einem Jahr eine Scan&Go-App anbietet. Währenddessen führte Kaufland in einigen Filialen Änderungen für mehr Umweltschutz ein.

Ein Indiz darauf, dass auch Lidl auf den Zug mitaufspringt, hat die Zeitung in der Funktion des Filialfinders mehrerer Websites von Lidl gefunden. Dort sei es zum Teil möglich, „Shop&Go“ als Kriterium bei der Suche nach einer Filiale anzugeben. Die Suche zeige aktuell aber noch null Ergebnisse an, weshalb es naheliegend ist, dass auch hier noch entwickelt und getestet wird. Intern soll Lidl bereits einmal in London eine solche App getestet haben, die am Ende aber nicht durchging. Auch Lidl International habe auf eine Presseanfrage der Lebensmittel Zeitung nicht konkret geantwortet, sondern nur von der Beobachtung und Verfolgung „innovativer Checkout-Möglichkeiten“ gesprochen.

Drogeriemarkt dm bestätigt Entwicklung einer Scan&Go-Methode

Der Drogerieriemarkt dm bestätigte gegenüber der Zeitung offiziell die Entwicklung von Scan&Go. Man habe dort bereits in der Vergangenheit ein solches System von einem externen Hersteller ausprobiert, dieses sei aber nur von wenigen Kunden genutzt worden. Da die Menschen aber „alles mit dem Handy machen“, wolle man der Idee trotzdem nachgehen, zitiert die Zeitung den IT-Chef Roman Melcher bei dm.

Damit schlagen Aldi, Lidl und dm den gleichen Weg ein, den beispielsweise Kaufland, Rewe und Netto bereits eingeschlagen haben: In Deutschland soll das Self-Scanning bereits in jeweils über 50 Kaufland- und Netto-Filialen möglich sein, sowie sogar in 172 Penny-Filialen und an 167 Rewe-Standorten. Bei Rewe war eine Kundin zuletzt über eine Beobachtung entsetzt, die daraufhin für einen Facebook-Streit sorgte. (nz)

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