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Sieben Gartentipps für den September: Vorbereitungen für Herbst und Winter

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Kleingarten Mann mit Rasenmäher Rasen mähen
Mit den richtigen Vorbereitungen für Herbst und Winter bleibt der Garten gepflegt und gesund – damit auch im nächsten Frühjahr wieder Blumen sprießen (Symbolbild). © Jürgen Ritter / Imago

Die Gartensaison ist noch nicht vorbei: Wer seine Pflanzen jetzt optimal auf Herbst und Winter vorbereitet, hat im nächsten Frühjahr besonders viel Freude an seinem Garten.

München - Die US-Amerikaner verbrauchen mehr Wasser für die Rasenpflege als für den Anbau für Mais und Weizen zusammen. Kein Wunder, denn die gesamte Rasenfläche in den USA hat in etwa die Größe von Italien. Ein Blick in deutsche Vorgärten zeigt: Auch hierzulande gibt es viele Rasenfans.

Doch warum lieben wir Menschen Rasen eigentlich so? Ein gepflegter, kurzer Rasen entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Statussymbol: Man zeigte damit, dass man reich genug war Land zu besitzen, das keinen anderen Zweck erfüllte als hübsch auszusehen, erklärt John Green in seinem Podcast The Anthropocene Reviewed. Die Liebe zum Rasen hält selbst Einzug in die Weltliteratur: Im Klassiker „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald bezahlt Gatsby sogar dafür, dass auch das Gras seines Nachbarn gemäht wird, bevor ihn seine geliebte Daisy Buchanan besucht.

So weit müssen Hobbygärtner nicht gehen. Denn schon mit ein paar kleinen Tricks ist der eigene Garten optimal auf den Herbst und Wintervorbereitet. Und es gibt auch gute Nachrichten: Wenn Gartenbesitzer einmal keine Lust auf aufräumen haben, gibt es auch dafür gute Argumente: Wildgärten fördern die Artenvielfalt, vor allem Bienen kommt das zugute.

1. Extra-Pflege für den Rasen nach dem Sommer

Der Sommer macht vielen Rasenflächen durch Hitze und Trockenheit zu schaffen. Manchmal zeigen sich daher braune oder kahle Stellen, die sich im September ideal ausbessern lassen. Zunächst sollten Hobbygärtner vertrocknete und braune Rasenreste entfernen. Das schafft perfekte Voraussetzungen. Dann säen Gartenbesitzer neuen Rasen aus. Der September eignet sich dafür besonders gut, da der Boden noch warm ist und die neue Aussat damit schnell keimt. Regemäßiges Gießen ist danach wichtig, um den Rasen schnell zum wachsen zu bringen.

Gießen in den frühen Morgenstunden ist ideal: Einerseits verdampft dann weniger Wasser als abends, wenn der Boden stark aufgeheizt ist. Andererseits scheint morgens die Sonne noch nicht so stark. Denn die Wassertropfen auf dem Rasen können in der Hitze wie kleine Lupen wirken und die Pflanzen verbrennen. Den Rasen sollten Hobbygärtner außerdem bis etwa November – also bis zum ersten Frost – regelmäßig mähen. Wer dann noch düngen will, sollte aus Frostschutzgründen lieber zu einem kaliumhaligen, stickstoffarmen Produkt wechseln. Warum Sie Pflanzen im Herbst nicht mehr düngen sollten und welche Ausnahmen es gibt, weiß 24garten.de*.

2. September: Optimal, um bestimmte Gemüsesorgen und Blumen zu pflanzen

Wem es im eigenen Garten noch nicht bunt genug ist, kann im September bestimmte Blumen und Gemüsesorten aussähen, die dann im Frühjahr sprießen. Der September ist wegen des noch warmen Bodens ein guter Zeitpunkt. Besonders geeignet sind Spinat oder Asia-Salate, aber auch Blumen wie die Schwertlilie, der Fingerhut, der Binenfreund, der gelbe Scheinmohn oder die Pfingstrose. Auch Blumenzwiebeln können Gartenbesitzer im September setzen: Narzissen, Krokusse oder Schneeglöckchen sind ideal.

3. Hecken, Stauden und Bäume vor dem Winter zuschneiden

Eine Hecke ist ein gern genutzter, natürlicher Sichtschutz in deutschen Gärten. Hobbygärtner sollten im September die Heckenschere zücken und die grünen Abgrenzungen sachgerecht zuschneiden. Das gibt den Pflanzen mehr Kraft für die nächste Saison. Auch zu groß gewordene Stauden und bestimmte Bäume können Gartenbesitzer stutzen. Birken, Pappeln, Ahorn und Obstbäume mögen den Zuschnitt von dünnen, abgestorbenen oder kranken Ästen – oder von Zweigen, die sich in die Queere kommen. Ist eine Staude zu sehr in die Breite gewachsen, können Gartenbesitzer den Wurzelballen vorsichtig mit einem Spaten teilen, nachdem die Pflanze verblüht ist.

4. Garten von Laub befreien – aber richtig

„Der Herbst ist die Jahreszeit,in der die Natur die Seite umblättert“, sagte einst Pavel Kosorin. Die Blätter an den Bäumen färben sich bunt, Laub fällt zu Boden. Was wie eine farbenfrohe Decke aussieht, ist allerdings nicht ideal für den Rasen: Denn durch die Laubschicht sammelt sich Feuchtigkeit, das Gras kann zu schimmeln beginnen. Deshalb ist es besser, den Garten vom Laub zu befreien. Manche Pflanzenexperten schwören darauf, das Laub mittels einer Harke in den Boden von Blumenbeeten einzuarbeiten, um dem Beet so neue Nährstoffe zuzuführen. Ein guter Tipp, um sich Dünger zu sparen. Übrigens sollte auch Fallobst direkt entfernt werden. Es beginnt sonst schnell zu faulen und zieht Schädlinge an. Besonders Wespen werden von dem süßlichen Duft angelockt.

5. Rosengarten vor Pilzbefall bewahren

Wer einen Rosengarten oder einzelne Rosenpflanzen hat weiß, dass sie recht empfindlich sind. Deshalb brauchen sie im September Extra-Pflege, um sich für die kalte Jahreszeit zu wappnen. Wer schwarze oder rote Flecken an seiner Rose entdeckt, muss schnell handeln. Denn dann ist die Pflanze von einem Pilz befallen. In der Regel passiert das, wenn die Rose über einen längeren Zeitraum nicht genug Nährstoffe oder Wasser bekommen hat, das macht sie anfällig für Schädlinge. Ein spezieller Dünger für Rosen kann helfen, ebenso ein Düngergemisch aus Steinmehl und Hornspänen. Außerdem ist ein regelmäßiges Gießen unerlässlich. Das Wasser sollte möglichst an die Wurzel fließen und nicht auf die Blätter. Denn nasse Blätter machen die Pflanze anfälliger für den Pilzbefall. Bevor der Frost kommt, müssen Gartenbesitzer ihre Rosen winterfest machen – im September ist es jedoch noch zu früh dafür.

6. Samen sammeln fürs nächste Jahr

Sonnenblumen-, Rittersporn- oder Ringelblumen-Samen lassen sich ideal sammeln und trocknen, um sie im nächsten Jahr im eigenen Garten auszusäen oder an Freunde zu verschenken. Dafür verwahren die Hobbygärtner die gesammelten Samen an einem dunklen, trockenen Ort.

7. Tieren beim Überwintern helfen

Insbesondere im Herbst und Winter finden zahlreiche Tiere Schutz und Nahrung in unseren Gärten. Es ist einfach, die Nager, Vögel und Insekten dabei zu unterstützen.  Schon im September sind Igel auf der Suche nach einem Quartier für den Winter. Eine kleine Holzkiste ist für die Vierbeiner ideal. Ein wenig Stroh in den Innenraum, ein kleiner Laubgang vor dem Eingang – und schon fühlt sich der stachelige Geselle wie zuhause. Bei Anbruch der kalten Jahreszeit können Gartenbesitzer außerdem Futterstellen für Vögel, Eichhörnchen und andere Tiere aufstellen. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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