Viele bevorzugen Wasser mit Kohlensäure.
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Für viele könnte gesprudeltes Wasser bald teurer werden (Symbolbild).

Sprudelt es bald nur noch gegen Aufpreis?

Sodastream: Marktführer „optimiert“ Angebot - Für Kunden könnte es teurer werden

  • vonJosef Forster
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Marktführer Sodastream sorgt mit einem neuen CO2-Zylinder für Sorgenfalten. Kunden könnte durch die neue CO2-Kartusche für ihren Trinkwassersprudler erhöhte Kosten erwarten.

  • Wassersprudler erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit.
  • Sodastream ist der Marktführer; Supermärkte, Discounter und Baumärkte bieten Zubehör für Wassersprudler an.
  • Für die Sodastream-Neuheit benötigen Kunden eine spezielle CO2-Kartusche, günstigere Alternativprodukte fallen weg.

München - Wassersprudler erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Besonders während der Corona-Pandemie ist das bequeme Sprudeln zuhause eine Alternative zur Fahrt in den Getränkemarkt geworden. Der Marktführer der CO2-Sprudler ist das Unternehmen Sodastream, das in Deutschland seit 1994 seine Produkte anbietet. Zentraler Bestandteil der Sprudler: Die C02-Kartusche, die das Wasser erst perlend macht. An der Kartusche nahm das Unternehmen zuletzt Änderungen vor; zum Ärger der Kunden.

Sodastream: Günstige Alternativprodukte fallen mit Update weg

Wie Chip.de berichtet, verkauften sich die Wasser-Sprudler von Sodastream, Aarke oder Sodatrend während der Corona-Pandemie sehr gut. Auch Aldi Süd bietet mit dem eigenen Produkt Sodastar ein Modell an. RUHR24.de berichtet, dass auch der Discounter Lidl an einem eigenen Wassersprudler arbeitet, der den Markt aufrollen soll. So unterschiedlich die Geräte in Aussehen und Preis sind, eins haben sie gemeinsam: Kunden können leere CO2-Zylinder in Supermärkten, Discountern und Baumärkten abgeben und neue Kartuschen für den jeweiligen Wassersprudler kaufen. Oft sind die CO2-Zylinder jedoch nicht die Original-Kartuschen von Sodastream, sondern günstigere Alternativprodukte, die in alle gängigen Wassersprudler passen. Damit soll jetzt Schluss sein.

Chip.de schreibt, dass in das neue Modell des „Duo“-Sprudlers, das im März auf den Markt kommt, nur ein bestimmter CO2-Zylinder passt. Mithilfe der „Optimierung“ kann das Modell erstmals Glas- und PET-Flaschen befüllen. Die Kartuschen von Rossmann, dm und co. können also nicht mehr für das neue Sodastream-Modell genutzt werden, sodass Kunden gezwungen sind, auf die Sodastream-Produktpalette zurückzugreifen. Da das Unternehmen die CO2-Kartusche patentieren ließ, ist mit günstigeren Alternativprodukten wohl nicht zu rechnen.

Für Supermärkte, Discounter und Baumärkte könnte der Alleingang von Sodastream zum Problem werden, einigten sich bisher alle Hersteller der Wassersprudler auf eine gängige CO2-Kartusche. Der Alleingang von Sodastream könnte für Kunden deshalb eine Preiserhöhung bedeuten.

Wassersprudler: Konkurrenzkampf zwischen Herstellern verschärft sich - Kunde als Leidtragender?

Den etablierten Wassersprudler-Herstellern wie Sodastream, Aarke oder Sodatrend wird wohl ein neuer Mitbewerber begegnen. In das einträgliche Geschäft mit Wassersprudlern und deren Zubehör will Medienberichten zufolge auch der Wasserfilter-Produzent Brita einsteigen. Es wird spekuliert, ob das Unternehmen nach dem Kauf des CO2-Zylinder-Befüllers Filltech Sodastream, Aarke und co. Konkurrenz machen will.

Sollten alle Unternehmen auf dem Markt einen ähnlichen Alleingang wie Sodastream anstreben und ihren eigenen CO2-Zylinder entwickeln, ist der Kunde der Leitragende. Einmal auf einen Wassersprudler festgelegt, wäre der Kunde auch an das spezielle Zubehör des Herstellers gebunden. Wie Chip.de berichtet, ist dies jedoch nicht zu befürchten, da Adapter und Gadgets günstige Alternativen kompatibel machen könnten. (jjf)

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