Starbucks Becher
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Starbucks-Mitarbeiter beschriften die Becher ihrer Kunden - falsch geschriebene Namen sorgen im Internet für Belustigung.

„Ist das euer Ernst?!“

Genialer Marketing-Gag: Warum sich Starbucks mit Kunden-Namen schwertut

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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In den sozialen Medien kursieren immer wieder Fotos aufgebrachter Starbucks-Kunden, die sich über die Beschriftung ihrer Becher ärgern. Beobachter vermuten eine Marketing-Taktik des US-Unternehmens

München - Sie haben mittlerweile ihren Weg in die Fußgängerzonen gefunden. Die Filialen des US-Café-Riesen Starbucks sind mittlerweile in jeder größeren deutschen Stadt zu finden. Vor der Corona-Pandemie* war das Unternehmen auf Expansionskurs, doch der Lockdown traf die Kette hart. Allein im letzten Quartal des Corona-Jahres 2020 sank der Umsatz von Starbucks um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem setzte der Konzern mit Sitz in Seattle 622 Millionen Dollar um. Der Grund für die Beliebtheit der Café-Filialen liegt wohl nicht nur am Geschmack des Kaffees. Beobachter sehen eine geschickte Marketing-Strategie hinter dem Erfolg

Starbucks-Mitarbeiter beschriften die Becher der Kunden - manchmal schleichen sich Fehler ein

Der Kauf eines Starbucks-Kaffees läuft meist ähnlich ab. Man nennt das gewünschte Heißgetränk, die Größe und zahlt einen vergleichsweise hohen Preis. Der Starbucks-Mitarbeiter fragt anschließend nach dem Namen des Kunden, um die Bestellungen zuordnen zu können. Der Barista beschriftet dafür den Becher, der danach befüllt wird.

Ein Blick in die sozialen Medien verrät, dass die Starbucks-Mitarbeiter bei der Beschriftung nicht immer ein glückliches Händchen unter Beweis stellen. Eine Twitter-Userin fragt belustigt „ist das euer Ernst?“, nachdem ihr Becher mit „Pen“ beschriftet wurde. Ihrem Account zufolge heißt sie in Wirklichkeit „Henrietta“. Wie eine Statistik der Agentur Brandwatch zeigt, kann man Starbucks eine ausgefuchste Werbestrategie unterstellen.

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Starbucks: Kunden teilen falsch beschriftete Becher in den Sozialen Medien

Wie die Untersuchung von Brandwatch ergab, teilten Social-Media-Nutzer zwischen Juni und Juli 2017 50 Beiträge, die auf die falsche Beschriftung verweisen - und das allein in den USA und Großbritannien. Die Fotos zeigen dabei den Becher, von dem prominent das Starbucks-Logo prangt. Die kostenlose Werbeaktion vollenden die Social-Media-Nutzer, indem sie in ihrem Post das Unternehmen nennen. So machen tägliche eine Vielzahl von Starbucks-Kunden unfreiwillig Werbung für die Café-Kette. Denn auch „negative“ Werbung und öffentliche Beschwerden erregen Aufmerksamkeit.

Wie Brandwatch schreibt, fühle sich niemand durch einen falsch geschriebenen Namen auf den Schlips getreten, dennoch erfahre „Starbucks durch die Nennung in den sozialen Medien einen Schub“. Das coronagebeutelte US-Unternehmen kann dabei einen „Boost“ gut gebrauchen. Wie die Tagesschau berichtet, mussten im Heimatmarkt USA 400 Filialen schließen. (jjf)

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