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Stiftung Warentest prüft Deos unter erschwerten Corona-Bedingungen - Eine Produktkategorie fällt durch

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Von: Thomas Eldersch

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Die Stiftung Warentest hat 19 Deosprays getestet.
Die Stiftung Warentest hat 19 Deosprays getestet. © Christin Klose/dpa

Um auch an heißen Tagen keinen unangenehmen Geruch zu verbreiten, gibt es Deodorants. Doch welche taugen was? Die Stiftung Warentest kennt die Antwort.

Berlin - Der Sommer steht vor der Tür - auch wenn es vielerorts bei dem Blick aus dem Fenster noch nicht danach aussieht. Aber die heißen Tage werden kommen und dann braucht es ein Deodorant, das standhält. Es soll den unliebsamen Geruch aus den Achseln bekämpfen, gut verträglich und einfach in der Anwendung sein. Doch die Auswahl auf dem Markt ist riesig. Um die Kaufentscheidung ein wenig leichter zu machen, hat die Stiftung Warentest jetzt 19 Deosprays getestet. Ein Ergebnis hat die Tester dabei besonders überrascht.

Stiftung Warentest: Deo-Test unter erschwerten Bedingungen - Corona sei Dank

Corona hat seit etwas mehr als einem Jahr einen Einfluss auf große Teile unseres Alltagslebens. Davon bleiben auch die Produkttester der Stiftung Warentest nicht verschont. Eigentlich wollten sie bei ihrem Deotest auch Anti­transpirantien testen. Diese besonderen Deos sollen nicht nur vor schlechten Gerüchen, sondern auch vor dem Schwitzen schützen. Aber wegen der Corona-Pandemie musste darauf verzichtet werden. Denn für ein ordentliches Ergebnis hätten alle Testpersonen zweimal für 40 Minuten in einen Schwitzraum gemusst. Das wäre nur mit einem sehr hohen Aufwand bei der Einhaltung des Infektionsschutzes möglich gewesen, so die Stiftung Warentest. Daher habe man sich entschieden, darauf zu verzichten.

Aber auch beim Test der einfachen Deos bestimmte Corona die Regeln. Üblicherweise würden bei den Tests sogenannte Schnüffler zum Einsatz kommen. Sie haben die zweifelhafte Ehre, zu überprüfen, ob der Deoschutz auch 24 Stunden durchhält. Dafür hätten sie eigentlich direkt an den Achselhöhlen der Testpersonen riechen müssen. Aber auch das war wegen der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen nicht möglich.

So behalf man sich eines Tricks. Die Tester klebten den Probanden nach 20 Stunden spezielle Stoffpads unter den Arm. Nach vier Stunden wurden die Pads entfernt und das Schnüffeln ging los. Es musste verglichen werden, ob es einen signifikanten Geruchsunterschied zwischen den behandelten und den unbehandelten Achseln gab. Blieb dieser aus, bedeutete das die Note mangelhaft.

Ist Aluminium in Deos doch nicht so schädlich, wie lange Zeit vermutet? (Video)

Stiftung Warentest: Wichtigstes Kriterium ist der Schutz vor Achselgeruch

Insgesamt haben sich die Tester 19 Deodorants vorgenommen. Darunter waren neun Unisex-Produkte und zehn Frauenprodukte. Fünf Deos waren ausgewiesene Naturkosmetikprodukte. Das wichtigste Kriterium beim Test war natürlich der Schutz vor Achselgeruch. Er machte über die Hälfte der Endnote aus. Aber auch die Anwendung, die Nutzerfreundlichkeit und die Werbeaussagen wurden unter die Lupe genommen. Auch auf die Suche nach Silikonen machten sich die Tester. Ein Produkt enthielt Cyclopentasiloxan D5 was eine halbe Note Abzug gab.

Insgesamt 20 Testpersonen ließen sich beschnuppern. Die Frauenprodukte wurden von den Probandinnen getestet, während die Unisex-Produkte geschlechtergemischt geprüft wurden, schreibt die Stiftung Warentest. Dabei konnten sechs Deos für Frauen die Tester überzeugen. Testsieger war dabei das Deodorant von Edeka. Das „Eklos Body Tropic Deodorant“ mit einem durchschnittlichen Preis von 95 Cent schnitt mit der Note gut ab. Aber auch Deos von Garnier, Nivea, Netto und Fa belegten die vorderen Plätze.

Bei den Uni-Sex-Deodorants lag das Produkt von Sebamed mit Abstand vorne. Das „Frische Deo frisch“ konnte mit 2,5 gerade noch mit gut überzeugen. Es kostet allerdings auch durchschnittlich 3,30 Euro. Mit fast zehn Euro Durchschnittspreis liegt dahinter das Deo von La Roche-Posay mit einem befriedigenden Urteil.

Stiftung Warentest: Naturkosmetikprodukte fallen allesamt durch

Überhaupt nicht gut lief es für die Naturkosmetikprodukte. Besonders die Deos von Lavera, Speick und Weleda fielen bei dem Test durch. Sie erreichten nur die Note mangelhaft. „Ihnen gelang es nicht, Achselgeruch effizient zu verhindern“, schreibt die Stiftung Warentest. Verwunderlich finden die Tester. Denn eigentlich gäbe auch unter den strengen Auflagen für die Inhaltsstoffe in Naturkosmetik, Möglichkeiten die Bakterien - die für den schlechten Geruch verantwortlich sind - in Schach zu halten. Im Test von 2019 gab es noch zwei Naturkosmetik-Deodorants, die mit gut abgeschnitten haben. (tel)

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