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Stiftung Warentest vergleicht Küchenmaschinen: Eine fällt bitter durch, Testsieger kommt von Supermarkt

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Von: Anna Lehmer

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Zwei Kinder blicken beim Backen in eine rote Küchenmaschine.
Küchenmaschinen sind praktische Helferlein in der Küche. Stiftung Warentest hat nun neun Geräte geprüft. (Symbolbild) © IMAGO / Cavan Images

Küchenmaschinen sind nützliche Helfer im Alltag. Stiftung Warentest hat sich neun Geräte einmal näher angeschaut, wobei der Testsieger von einem Supermarkt kommt.

München - Sie sind wahre Schätze, wenn es darum geht, in der Küche schnell etwas zuzubereiten: Küchenmaschinen. Von Teig kneten bis hin zu Gemüse schneiden: Die Geräte sind in vielen Küchen kaum mehr wegzudenken. Stiftung Warentest* hat nun neun Küchenmaschinen unter die Lupe genommen, wobei alle Stärken und Schwächen aufzeigten.

Stiftung Warentest: Küchenmaschinen im Vergleich

Im Test standen Food­prozessoren in direkter Konkurrenz mit herkömmlichen Küchen­maschinen. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Lage des Antriebs. Bei Foodprozessoren ragt der Antrieb von unten in die Rührschüssel. Aufsätze oder Knethaken lassen sich darauf ganz einfach anbringen. Bei den traditionellen Küchenmaschinen kommt der Antrieb hingegen von oben. Ein Schwenkarm wird über die Schüssel geklappt, was die Geräte oft weniger kompakt macht. Auch beim Fassungsvermögen weichen die Geräte voneinander ab. Küchen­maschinen mit Antrieb von oben fassen im Schnitt etwa doppelt so viel wie die Schüsseln von Foodprozessoren.

Küchenmaschinen im Test: Kein Gerät erhielt das Urteil „Sehr gut“

Teig kneten, Gemüse schnippeln, Sahne schlagen: Die Basics sollte eine gute Küchenmaschine beherrschen. Doch der Test zeigt: Nicht alle halten das, was sie versprechen. Ein Gerät fiel in der Dauer­prüfung durch und wurde als mangelhaft eingestuft. Alle anderen wurden mit „befriedigend“ oder „gut“ bewertet. Ein „sehr gut“ wurde nicht vergeben. Alle Maschinen, sei es von namhafter Anbieter wie KitchenAid, Kenwood und Bosch, aber auch von der Lidl-Hausmarke Silvercrest, wiesen Stärken und Schwächen auf. Punktabzug gab es von der Stiftung Warentest, wenn erforderliches Werkzeug, beispielsweise zum Schlagen von Sahne, nicht vorhanden war. Auch wenn nach dem Zerha­cken von Nüssen oder Möhren grobe Stücke übrig blieben, wurde abgewertet.

Stiftung Warentest: „Mixtulpen“ als Gefahrenquelle

Die Stiftung testete unter anderem die Aufsätze zum Pürieren und Mixen. Die sogenannten „Mixtulpen“ stellten dabei bei manchen Geräten ein Sicherheitsrisiko dar, denn beim Öffnen der Deckel liefen die Messer weiter. Bei unbedachtem Hineingreifen in die Küchenmaschine könnte das eine Verletzungsgefahr darstellen, so die Tester. Die Küchenmaschine Philips Viva Collection HR7510, die Kenwood Titanium Chef Patissier XL KWL90.244SI und die Bosch Mum Serie 2 MUM S2ER01 wurden deshalb im Test abgewertet. In Hinblick auf die Nutzungsdauer fiel ein Gerät besonders schlecht auf. In Dauerprüfungen, bei denen die Maschinen hunderte Male Rühr- und Hefeteige herstellen müssen, versagte es bereits nach einem Drittel der Dauer­lauf-Zyklen.

Testsieger von Lidl: Silvercrest SKMP 1300 D3 überzeugt mit Qualität und Preis

Wer nun denkt, dass es sich bei dem mangelhaften Gerät um das Günstigste im Test handelt, liegt falsch. Stiftung Warentest beweist: Gute Küchenmaschinen müssen nicht teuer sein. Von den neun untersuchten Maschinen erhielten drei das Urteil „Gut“. Testsieger ist dabei die Silvercrest SKMP 1300 D3 vom Supermarkt-Giganten Lidl. Für rund 100,00€ gibt es die Küchenmaschine mit Schwenkarm zu kaufen. Bei den Foodprozessoren liegt Bosch mit der Multitalent 8 MC812S814 für circa 175,00 € auf dem ersten Platz.

Stiftung Warentest: Küchenmaschine von KitchenAid durchgefallen

Mit Abstand das schlechteste Testergebnis erzielte die Küchenmaschine von KitchenAid. Qualitätsurteil: Mangelhaft (5,5). In den Kategorien „Vielseitigkeit“ und „Haltbarkeit“ lag das Gerät deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Nach nur kurzer Testzeit ging die KitchenAid 5KFP0919 beim Kneten von Teig kaputt. Preislich liegt die Maschine bei 154,00 Euro und ist damit noch ein Stück teurer als der Testsieger von Lidl.

Ebenfalls von Lidl stammt die Küchenmaschine „Monsieur Cuisine Connect“, die der Supermarkt nach einem Rechtsstreit mit Thermomix weiter verkaufen darf. Thermomix kämpft hingegen gerade mit Problemen – mit Folgen für die Kunden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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