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Sonnencremes im Test: Günstige Produkte überraschen mit „sehr guten“ Ergebnissen

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Der Sommer kann kommen: Die Stiftung Warentest hat 19 Sonnenschutzmittel geprüft und fast alle schnitten gut ab. Platz 1 belegte dabei ein günstiges Produkt.

Berlin - Die Stiftung Warentest untersuchte 19 Sonnenschutzmittel. Verbraucher können bei der Auswahl nicht viel falsch machen, denn fast jedes Produkt schützt zuverlässig gegen UV-Strahlen und vor Sonnenbrand. Elf der 19 Sonnencremes schnitten „gut“ ab, sechs Produkte erhielten sogar die Bewertung „sehr gut“. Die Warentester untersuchten die Sonnencremes anhand von Kriterien wie Feuchtigkeitsanreicherung, Einhalten des Sonnenschutzfaktors, Anwendung, Beschriftung und Verpackung sowie Duftstoffe und mikrobiologische Qualität. Letztere war in allen Produkten hervorragend: In keiner Sonnencreme konnten die Tester Keime feststellen. Alle Produkte waren ausreichend konserviert.

Stiftung Warentest über Sonnencremes: Preis ist nicht entscheidend für die Qualität

Auf Platz 1 schaffte es die „Sundance Sonnenmilch“ von DM für 1,23 Euro pro 100 Milliliter, die eine Gesamtnote von 1,3 erhielt. Die Sonnencreme „Elkos Sun Sonnenmilch“ von Edeka (Gesamtnote 1,4) war ebenfalls ganz vorne mit dabei. Sie war mit einem Preis von 1,10 Euro/100 ml das günstigste Produkt im Test. Eine gute Bewertung von 1,4 bekamen auch „Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnencreme“ von Aldi für 3,90 Euro/100ml und die „Sunozon Sonnenmilch“ von Rossmann für 1,63 Euro/100ml.

Der Test zeigt deutlich: Der Preis ist nicht entscheidend für die Qualität einer Sonnencreme. Denn auf den letzten Plätzen lagen zwei teure Produkte: „Sun Sonnencreme“ von Speick (21,70 Euro/100ml) und „The Ritual of Karma Sun Protection Milky Spray“ von Rituals (9,30/100ml). Beide erhielten die Bewertung „mangelhaft“, da sie den angegebenen Schutzfaktor nicht einhalten konnten. Bei Rituals war zudem ein Duftstoff namens Lilial enthalten. „Bislang ist unklar, ob Lilial beim Menschen die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder das Erbgut verändern kann“, erklärte Stiftung Warentest den Punktabzug. Deshalb bleibe auch unklar, in welcher Konzentration Lilial in Kosmetikprodukten sicher sei.

Sonnencremes richtig verwenden: Die Tipps der Stiftung Warentest

Verbraucher verwenden in der Regel zu wenig Sonnencreme. Die Warentester weisen darauf hin, dass eine normale Tube für etwa fünfmal eincremen reichen sollte. Mindestens 40 Milliliter Sonnencreme seien nötig, um sich ausreichend zu schützen. Alte Tuben aus dem Vorjahr sollten Verbraucher zudem nicht mehr verwenden, wenn sich die Konsistenz oder der Geruch der Creme verändert hat. Der Schutz könnte dann nicht mehr vollständig gegeben sein. Wer sich nicht sicher ist, entsorgt die Creme aus dem Vorjahr lieber, rät Hautarzt Eckhart Breitbart.

Wer besonders helle Haut hat oder in der Nähe des Äquators am Strand liegt, greift am besten zu Cremes mit Sonnenschutzfaktor 50 oder 50 Plus. Gleiches gilt auch für Kinder oder Wassersportler. Bei der Beschriftung „wasserfest“ zeigten sich die Tester kritisch: Wenn nach zweimal 20 Minuten Baden nur noch der halbe Schutz besteht, ist die internationale Norm „wasserfest“ dennoch erfüllt. Deshalb erwarten die Tester eine genaue Erklärung auf der Verpackung, was „wasserfest“ im konkreten Fall bedeutet. Ist die Erläuterung nicht gegeben, bekommen die Produkte einen Punktabzug in der Kategorie Beschriftung. Stiftung Warentest prüfte die 19 Sonnencremes bereits im März 2019, doch die Bewertungen behalten ihre Gültigkeit.

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