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Supermarkt-Angebot zu Gurken sorgt für Stirnrunzeln: „Vor dem Krieg waren sie günstiger“

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Gurken gehören zu den Lebensmitteln, die von den aktuellen Preisanstiegen besonders stark betroffen sind.
Gurken gehören zu den Lebensmitteln, die von den aktuellen Preisanstiegen besonders stark betroffen sind. © Aviation Stock/ Imago

780 Euro mehr als im Vorjahr sollen deutsche Haushalte 2022 im Schnitt für Essen ausgeben müssen. Die Menschen sind gereizt: Auf Twitter ärgert man sich speziell über die Gurkenpreise.

München - Spanische Gurken für 59 Cent sind aktuell ein Angebot bei Kaufland. Die waren „vor dem ,Krieg‘“ auch mal günstiger, beschwert sich eine Twitter-Nutzerin. Gurken erleben momentan den stärksten Preisanstieg, aber auch viele weitere Lebensmittel sind betroffen.

Laut Berechnungen des Unternehmens PwC: 56 Euro Mehrkosten für Lebensmittel pro Monat

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs Ende Februar steigen die ohnehin hohen Lebensmittel kontinuierlich. Die Mehrkosten für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt für Lebensmittel belaufen sich laut Szenario-Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland auf Basis von aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts und des ifo-Instituts auf rund 56 Euro im Monat.

Lebensmittel im Supermarkt: Gurken-Preis steigt - doch es gibt auch Preissenkungen beim Gemüse

Besonders stark steigen neben den bereits viel besprochenen Mehl- und Öl-Preisen (diese Lebensmittel werden in den Supermärkten momentan nicht nur teuer, sondern auch knapp) die Gemüse-Preise. Ganz oben auf der Liste der Preisanstiege bei Lebensmitteln, die die Tagesschau auf ihrem Instagram-Account veröffentlicht hat, stehen Gurken mit einer Preiserhöhung von 30,3 Prozent.

Auf Twitter gibt es speziell zum Gurkenpreis verärgerte Kommentare. „Heute gibt es spanische Gurken für 59 Cent im Angebot bei Kaufland. Gerade im Radio gehört. Vor dem Krieg waren sie günstiger“, so eine Twitter-Nutzerin zu der Liste der Tagesschau.

Einige Lebensmittelpreise gehen auch nach unten, die Preissenkungen sind jedoch deutlich kleiner als die Erhöhungen. An erster Stelle der Preissenkungen stehen Karotten, mit 13,6 Prozent , an zweiter Stelle Feldsalat, Lauch und Sellerie. Man muss also zum Sparen auf Gemüse nicht ganz verzichten, sondern sollte lieber darauf achten, welches Gemüse sich preislich anbietet.

Reaktion auf hohe Lebensmittelpreise: „Verbraucher schauen wieder stärker auf das Preisschild“

„In der aktuellen Situation schauen die Verbraucher notgedrungen wieder verstärkt auf das Preisschild: Sie greifen zu Sonderangeboten und günstigen Eigenmarken, während verzichtbare Genussmittel und teure Bio-Lebensmittel vermehrt im Regal bleiben“, kommentiert Dr. Christian Wulff, Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland.

Dieses Verhalten wird sicher helfen, die extremen Mehrbelastung der Haushalte in diesem Jahr etwas abzufedern. Insgesamt werden alleine bei Lebensmitteln Preissteigerungen von durchschnittlich 780 Euro pro Jahr (56 Euro pro Monat) die deutschen Haushalte belasten, ist die Erwartung. Rund 25 Prozent der Haushalte werden durch die Mehrkosten ernsthaft in Bedrängnis gebracht in diesem Jahr, so die ernüchternde Prognose von PwC. (dpa)

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