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2G im Supermarkt? Edeka klärt Regelung via Statement

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Von: Jonas Raab

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Seit Supermärkte in Niedersachsen und Hessen von der 2G-Regel Gebrauch machen dürfen, positionieren sich immer mehr Handelsketten. Jetzt meldet sich auch Edeka zu Wort.

Hamburg – Dürfen bald nur noch Genesene und Geimpfte Lebensmittel einkaufen? Angesichts der neuen 2G-Option, die erst Niedersachsen und dann Hessen den dortigen Einzelhändlern eingeräumt hat, ist diese Frage durchaus legitim. Die Supermärkte in diesen Bundesländern haben seit Kurzem das Recht, Menschen den Zutritt zu verwehren, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Andere Bundesländer könnten dem Vorbild folgen, zumal sich der Handelsverband Deutschland (HDE) für ein deutschlandweites 2G-Optionsmodell im Einzelhandel nach hessischem Vorbild ausspricht. Entscheidend ist nun, ob Supermärkte wie Edeka, Lidl und Co. von ihrem neuen Recht Gebrauch machen wollen.

Viele Supermärkte hatten bereits öffentlich auf die Möglichkeit der Einführung einer 2G-Regel in ihren Filialen reagiert. Die Discounter Aldi Nord und Lidl sowie die Märkte der Rewe Group (Rewe, Penny, Toom Baumarkt) positionierten sich ablehnend. Die Handelskette Kaufland reagierte bereits mit einem richtungsweisenden Statement. Nun äußert sich auch Edeka zur möglichen 2G-Regel.

2G-Regel in Supermärkten? Edeka: „Wir sind uns der wichtigen Rolle bewusst“

Auf der Facebook-Seite des deutschen Einzelhandelsprimus forderten zuvor zahlreiche Kunden ein Statement ein. Edeka antwortete: „Wir sind uns der wichtigen Rolle für die Versorgung der Bevölkerung bewusst. Deshalb stehen die Gesundheit und der Schutz unserer Kund:innen und Mitarbeiter:innen für uns immer an erster Stelle.“

Das übergeordnete Ziel sei es, allen Verbrauchern einen sicheren Einkauf zu ermöglichen, bei dem sie sich trotz der herausfordernden Umstände wohl fühlen, erklärte Edeka in seinem Statement. Dann wurde das Unternehmen deutlich: „Wir wollen auch weiterhin allen Menschen den Einkauf bei Edeka ermöglichen. Daher ist die 2G-Regelung für uns keine Option.“

Edeka distanziert sich von 2G-Regel in Supermärkten – doch lässt eine Hintertür offen

Edeka legt sich fest: „Unsere Märkte stehen auch weiterhin für alle Kundinnen und Kunden offen.“ Wie bisher gelte beim Einkauf ein umfassendes und bewährtes Hygienekonzept, zu dem auch die Einhaltung der allgemeinen AHA-Regel gehöre. Also: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltag mit Maske.

Komplett ausschließen konnte der Handelskonzern vereinzelte 2G-Regelungen in seinen Märkten aber nicht: Edeka sei ein genossenschaftlicher Verbund, der von rund 3.600 selbstständigen Kaufleuten und sieben regionalen Großhandlungen getragen werde. „Die selbständigen Kaufleute entscheiden eigenverantwortlich, immer in Einklang mit den jeweiligen regionalen Verordnungen und gesetzlichen Vorgaben, über wichtige Maßnahmen in ihren Märkten.“

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