Fahrradkurier des Lieferdienstes Lieferando fährt auf einem Fahrrad und liefert warme Speisen, die sich in einem Lieferando-Rucksack befinden.
+
Tritt Lieferando in direkte Konkurrenz zu Edeka und Rewe? Lieferservice bringt jetzt auch Supermarkt-Artikel nach Hause (Symbolbild).

Wettbewerb wächst

Konkurrenz für Rewe, Edeka und Co.? Lieferando bringt jetzt auch Lebensmittel aus dem Supermarkt nach Hause

Lieferando will künftig auch Lebensmittel und Supermarkt-Artikel liefern. Bis Ende des Jahres soll dieser Service für zwölf Millionen Menschen verfügbar sein.

Berlin - Lieferando kündigt an, künftig auch Lebensmittel und Supermarkt-Artikel nach Hause liefern zu wollen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Mittwoch (12. Mai) hervor. Damit könnte das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Supermärkten wie Edeka und Rewe treten, die in Deutschland bereits Supermarkt-Bestellungen liefern. Bis Ende 2021 will Lieferando seinen Service in 80 deutschen Städten anbieten. Aktuell hat das Unternehmen ein Netz von 10.000 Kurieren in etwa 50 deutschen Städten und rund zwölf Millionen Kunden. Mit welchen Supermärkten Lieferando zusammenarbeiten will, steht bislang noch nicht fest. Auch über den konkreten Zeitplan äußerte sich der Lieferdienst in der Pressemitteilung bislang nicht.

Marktführer Lieferando bekommt Konkurrenz von Delivery Hero

Bei Essenslieferungen ist Lieferando aktuell Marktführer in Deutschland. Die Supermarkt-Artikel sollen künftig nicht länger unterwegs sein als herkömmliche Lieferungen. Nur 20 bis 30 Minuten will Lieferando künftig für die Lebensmittel-Lieferung brauchen. Der Essenslieferant gehört zum niederländischen Unternehmen Just Eat Takeaway. Eine Hauptversammlung ist für den heutigen Mittwoch (12. Mai) anberaumt.

Dass die Lieferando-Meldung ausgerechnet heute kommt, ist wohl kein Zufall: Der Konkurrent Delivery Hero hatte ebenfalls am Mittwoch (12. Mai) bekannt gegeben, in den deutschen Markt zurückkehren zu wollen. Auch Delivery Hero will künftig die Lieferung von Supermarkt-Artikeln anbieten. Der Online-Lieferdienst Delivery Hero hatte die Essensbestellplattform Lieferando etwa zwei Jahre zuvor verkauft. Künftig will Delivery Hero unter dem Namen Foodpanda in Deutschland aktiv werden. Die Beta-Phase soll bereits im Juni beginnen.

Lieferando: Markt der Essenslieferungen wächst, auch Uber steigt ins Geschäft ein

Die Nachfrage nach Essenslieferungen ist seit Beginn der Corona-Pandemie gestiegen. Der Lieferando-Mutterkonzern Just Eat Takeaway verzeichnete alleine im ersten Quartal dieses Jahres einen Anstieg des Umsatzes von etwa 80 Prozent – auf insgesamt 200 Millionen Euro. Das lockt auch weitere Akteure in den Markt, wie beispielsweise den Personenbeförderungsdienst Uber.

Erst vor Kurzem hatte das US-Unternehmen den Einstieg ins Geschäft der Essenslieferungen in Deutschland angekündigt. Der Lieferservice Uber Eats ist bereits in mehreren Ländern aktiv und bietet dort auch teilweise die Lieferung von Supermarkt-Artikeln an.

Weitere Konkurrenz ist möglicherweise von lokalen Liefer-Diensten wie Gorillas und Flink und dem deutschlandweiten Dienst Bringmeister zu erwarten. (dpa/bm)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare