In Braunschweig wollten zwei Männer in einer Tankstelle Süßigkeiten und Alkohol klauen. Doch die Mitarbeiter bemerkten den Diebstahl in Niedersachsen.
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Bald wird der Gang zur Kasse bei Aral überflüssig (Symbolbild).

Smartphone an der Tankstelle

Aral führt neue Bezahlmethode direkt an der Zapfsäule ein - es gibt aber entscheidendes Hemmnis

  • Jonas Raab
    vonJonas Raab
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Noch im April rollt Aral sein „Fuel & Go“-Angebot aus. Dann können Payback-Nutzer mit dem Smartphone direkt an der Zapfsäule bezahlen. Aber sind Handys dort nicht verboten?

Bochum - Payback im Wandel: Das Bonusprogramm positioniert sich immer mehr als Dienstleister für bargeldloses Bezahlen. Mit „Fuel & Go“ wird die Payback App bald um eine weitere Funktion erweitert. Sie ermöglicht mobiles Bezahlen direkt an der Zapfsäule – allerdings nicht überall und mit einer entscheidenden Einschränkung.

Obwohl die Payback-App im Einzelhandel längst Standard und ihre Bezahlfunktion auf dem Vormarsch ist, wird „Fuel & Go“ laut E-Fahrer nur an Aral-Tankstellen möglich sein. Das belegen auch die kürzlich aktualisierten Payback Pay Teilnahmebedingungen. Sie erklären im Detail, wie das mobile Zahlen an Aral-Zapfsäulen funktionieren wird.

Aral „Fuel & Go“: So funktioniert das Tanken mit der Payback-App

Um „Fuel & Go“ nutzen zu können, muss man der Payback-App die Nutzung des aktuellen Standorts erlauben und einen entsprechenden Betrag autorisieren. Die Transaktion setzt sich aus zwei Schritten zusammen, der Autorisierung und dem eigentlichen Bezahlvorgang. Das soll Missbrauch und versehentliche Nutzung vermeiden, ähnlich wie beim kontaktlosen Bezahlen mit einer Bankkarte. 

So funktioniert das mobile Bezahlen bei Aral in der Praxis: Die Payback App fragt über die Standortfreigabe des Smartphones ab, ob die angesteuerte Aral-Tankstelle Fuel&Go unterstützt. Ist das der Fall, wählt man den gewünschten Betrag in der App aus und bekommt die richtige Zapfsäule zugewiesen. Während man tankt, wickelt Payback die Bezahlung ab. Der Zahlungsvorgang ist abgeschlossen, wenn der Zapfhahn wieder korrekt in die Zapfsäule hängt.

Aral führt mobiles Bezahlen direkt an der Zapfsäule ein – was wird aus dem Handyverbot?

Sollte die Autorisierung über die Payback-App nicht funktionieren, ist man als User verpflichtet, an der Kasse zu bezahlen. Läuft alles glatt, bekommt man den Tankbeleg in der App angezeigt und zusätzlich als Pdf.-Datei an seine E-Mail-Adresse geschickt. Laut Branchenportalen wie Location Insider rollt Payback „Fuel & Go“ noch im April aus. In Paybacks Teilnahmebedingungen heißt es, sie seien „gültig bei Erstnutzung von Payback „Fuel & GO“ oder spätestens ab 26.04.2021.

Interessant wird es unter Punkt acht der aktualisierten Payback-Pay-AGBs: Aus Sicherheitsgründen darf das Smartphone während des Tankvorgangs nicht genutzt oder in der Hand gehalten werden. Logisch, schließlich sind Handys schon immer an Tankstellen verboten. Diverse Schilder weisen darauf hin. „Handys dürfen an Tankstellen nicht benutzt werden, weil ein herausfallender Akku theoretisch die Benzindämpfe entzünden könnte. Fällt das Telefon auf den Boden und springt der Akku aus dem Gerät, können nämlich Funken entstehen“, erklärte der TÜV Nord einst.

Da heute nahezu alle aktuellen Smartphones einen fest verbauten Akku hätten, sei diese Regel mittlerweile sinnlos, heißt es im E-Fahrer-Beitrag zu Arals „Fuel & Go“-Plänen. Bestand hat sie allerdings immer noch und könnte so zum Hemmnis für das mobile Bezahlen bei Aral werden.

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