Fiese „Weihnachtsgrüße“

Offizielle Stellen warnen: „Emotet“ ist zurück - „eine der gefährlichsten Bedrohungen“ für Onlinebanking

Der Trojaner „Emotet“ spioniert Onlinebanking-Zugangsdaten aus. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Tipps für den Umgang mit der Schadsoftware.

  • Bereist 2018 trieb der Trojaner „Emotet“ sein Unwesen
  • Nun sind wieder zahlreiche Nutzer von der Schadsoftware betroffen
  • Das BSI gibt Tipps, wie man sich vor dem Trojaner schützen kann

München - „Sei nicht der Nächste!“, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf Twitter. Immer wieder einen „Nächsten“ sucht sich derzeit der Trojaner „Emotet“. Bereits zum Jahreswechsel 2018/2019 trieb die Schadsoftware ihr Unwesen. „Emotet“ kann vor allem bei Geldtransfers im Internet gefährlich werden. Das Programm spioniert die Zugangsdaten für Onlinebanking-Accounts aus.

Trojaner „Emotet“ ist zurück - Private Daten gefährdet

Nun, im Dezember 2019, warnt das BSI erneut vor einer Welle von infizierten Links und Dokumenten in E-Mails. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Behörden sind von dem Trojaner betroffen. Durch das Öffnen von schädlichen Dateianhängen können sich Schadprogramme auf das Gerät laden. 

Ist der Computer erst infiziert, lädt „Emotet“ weitere Schadsoftware nach, wie zum Beispiel den Banking-Trojaner Trickbot, erklärt das BSI. Für Privatanwender kann „Emotet“ zu einem Verlust von Daten, auch von wichtigen Zugangsdaten, führen. 

Laut einer Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht handelt es sich um eine der aktuell „gefährlichsten Bedrohungen im Internet“. „In regelmäßigen Abständen erhalten wir fast schwungartigen Meldungen von infizierten Organisationen“, erklärte der Präsident des Landesamtes, Thomas Kranig. Zu erkennen seien gefährliche Mails unter anderem daran, dass der Absendername nicht zur angezeigten E-Mail-Adresse passe.

Trojaner „Emotet“ ist zurück: Schutzmaßnahmen ergreifen

Nutzer, deren Devices noch nicht mit dem Trojaner „Emotet“ infiziert sind, können sich laut BSI auf mehreren Wegen schützen. Diese präventiven Maßnahmen listet das BSI auf:

  • Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme zeitnah installieren
  • Antiviren-Software einsetzen und aktualisieren
  • Regelmäßig Daten auf den Geräten sichern/ Backups machen
  • Gesondertes Benutzerkonto auf dem Computer einrichten, um zu surfen und E-Mails zu schreiben.
  • Links und Dateianhänge auch von bekannten Absendern vor dem Öffnen prüfen

Trojaner „Emotet“ ist zurück: Schaden begrenzen

Sind Nutzer bereits von dem Trojaner „Emotet“ betroffen, gibt das BSI auf ihrer Website folgende Tipps:

  • Das Umfeld, insbesondere die E-Mail-Kontakte, über die Infektion informieren
  • Alle gespeicherten und eingegebenen Zugangsdaten auf den Systemen (z.B. Webbrowser) ändern
  • Bei tiefgreifend schädlichen Softwares wie „Emotet“ empfiehlt das BSI den Rechner neu aufzusetzen

Rubriklistenbild: © dpa / Julian Stratenschulte

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