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Ukraine-Krieg: Zum Schutz vor Russlands „Todeslisten“ - Facebook schaltet Sicherheitstool frei

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Facebook-Konzern Meta
Der Facebook-Konzern Meta hat auf den Ukraine-Krieg. Schon in Afghanistan handelte es gleich. © Andre M. Chang/ZUMA Press Wire/dpa

Zum Schutz der Facebook-Nutzer im Ukraine-Krieg hat der Konzern erweiterte Sicherheitseinstellungen freigeschaltet. Bereits in Afghanistan kam das Tool zum Einsatz.

Kalifornien/Kiew - Um seine Nutzer im Ukraine-Russland-Krieg zu schützen, hat Meta, der Mutterkonzern von Facebook, WhatsApp und Instagram, Sicherheitsmaßnahmen verkündet. Mithilfe eines Tools könnten ukrainische Nutzer ihre Profile „mit nur einem Klick“ abschalten, erklärte der Leiter der Sicherheitsabteilung von Facebook, Nathaniel Gleicher, auf Twitter.

Facebook-Tool im Ukraine-Krieg: Zum Schutz ukrainischer Nutzer

Damit sollen Nutzer sich schützen können, wenn sie Angst vor Verfolgung im Ukraine-Krieg haben. Die Sperrung erwirkt, dass diejenigen, die nicht zum Freundeskreis des Nutzers gehören, keine Profilbilder sehen oder herunterladen können. Zudem verspricht Facebook, ein Spezialzentrum mit Muttersprachlern einzurichten, um „die Situation genau zu beobachten und so schnell wie möglich zu handeln“, twitterte Gleicher.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach Russland „Todeslisten“ ukrainischer Bürger erstelle, möglicherweise auf Basis von Einträgen in den Online-Netzwerken. Das Sicherheitstool hatte Facebook bereits in Afghanistan verwendet. In dem krisengebeutelten Land bestand die Befürchtung, dass die radikalislamischen Taliban anhand von Äußerungen auf Facebook gegen mutmaßliche Kritiker vorgehen könnten.

Ukraine-Krieg: Russland erstellt Todeslisten - Facebook schaltet Sicherheitstool frei

Schon vor dem Einmarsch von Russland in die Ukraine, gab die USA an, eigenen Angaben zufolge Informationen über schwere Menschenrechtsverletzungen zu haben. „Insbesondere haben wir glaubwürdige Informationen, die darauf hindeuten, dass die russischen Streitkräfte Listen mit identifizierten Ukrainern erstellen, die nach einer militärischen Besetzung getötet oder in Lager geschickt werden sollen“, schrieb die amerikanische UN-Botschafterin Bathsheba Nell Crocker in Genf an die UN-Menschenrechtsbeauftragte Michelle Bachelet. Das schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Neben Facebook reagierte auch die Plattform Twitter. Benutzer in der Ukraine wurden gewarnt, ihre Online-Konten und ihre Identität zu schützen. Das Unternehmen gab Anleitungen, wie Nutzer ihren Account löschen können oder wie sie ihre Standortdaten verbergen.

Ukraine-Krieg: Viele Falschinformationen im Umlauf - wie dagegen vorgehen?

Seit dem Angriff von Russland auf die Ukraine häufen sich Informationen über die Situation vor Ort. Menschen teilen in den sozialen Netzwerken ihre Sorgen und Informationen - aber auch Falschmeldungen und Gerüchte rund um den Ukraine-Krieg verbreiten sich so schnell. Wie die Social-Media-Konzerne der Flut an Desinformationen Herr werden möchten, dazu gab es laut Informationen der Tagesschau noch keine detaillierte Auskunft. Indes spitzt sich die Lage in Kiew weiter zu. Hier erhalten Sie einen Überblick über die bisherigen Entwicklungen im Ukraine-Krieg bis Freitagnachmittag. (mell)

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