1. Startseite
  2. Verbraucher

Folge des Ukraine-Kriegs: Fast-Food-Ketten ziehen Preise an

Erstellt:

Von: Magdalena von Zumbusch

Kommentare

Akute Lieferprobleme bei McDonald’s: Der Fast-Food-Riese muss derzeit die Pommes-Portionen in Japan verkleinern.
Erhöhte Preise bei McDonald’s und Co: Die Fast-Food-Riesen müssen angesichts des Ukraine-Kriegs auch ihrerseits die Preise anziehen. (Symbolbild) © Martin Bertrand/ Imago

Die Zeiten, in denen bei McDonald’s alles für einen Euro zu haben war, sind vorbei. Die Fast-Food-Ketten heben ihre Preise infolge des Ukraine-Kriegs an.

München - Die Preise bei den großen Fast-Food-Ketten steigen momentan an – vor allem bedingt durch den Ukraine-Krieg. Pommes- und Burger-Preise von McDonald’s und Burger King haben Allzeit-Hochstände erreicht.

McDonald’s und Burger King: Steigende Rohstoff- und Energiekosten durch Ukraine-Krieg

Der Ukraine-Konflikt sorgt für steigende Preise. Vor allem bei Lebensmitteln ist auch die aktuelle Inflation deutlich spürbar. Die Fast-Food-Branche gibt die gestiegenen Kosten an ihre Kunden weiter: Für die meisten Burger-Gerichte werden über fünf Euro fällig. Der Big Mac von McDonald’s und der Whopper von Burger King kosten etwa heute 5,49 Euro. Die Burger seien damit 90 Cent teurer als noch vor zwei Jahren und 50 Cent teurer als noch im Vorjahr, berichtet das Nachrichtenportal watson.de. Der Double Whopper von Burger King kostet demnach fast sieben Euro, das Big-Mac-Menü bei McDonald’s sogar mehr als sieben Euro.

Der Bundesverband für Systemgastronomie bestätigte, dass die steigenden Preise in der Fast-Food-Branche, wie auch bei anderen Lebensmitteln, vor allem auf gestiegene Rohstoff- und Energiekosten zurückgehen. „Die Energiekosten wie bei Strom und Erdgas sind ein großer Preistreiber, bei anderen Rohstoffen wie zum Beispiel Rindfleisch fiel der Preisanstieg um 50 Prozent teilweise sogar noch stärker aus“, äußerte der Bundesverband, der Ketten wie Burger King und Nordsee vertritt, gegenüber chip.de.

Auch die deutsche Abhängigkeit von Erdöl-, Kohle- und Gasimporten aus Russland spiele eine große Rolle. Der Ausbau alternativer Handelsrouten soll helfen, diese Abhängigkeit zu reduzieren, doch momentan besteht die Abhängigkeit noch: Und die Preise steigen weiter.

Burger King, McDonald’s und Co.: Pommes-Preise auch wegen schlechter Kartoffelernte gestiegen

Auch die Pommes-Preise sind stark angestiegen: Aktuell kostet eine Portion King Pommes 3,29 Euro – zum Vergleich: vergangenes Jahr lag der Preis bei 2,79 Euro, berichtet watson.de. Bei McDonald’s liegt der Preis für eine große Portion Pommes demnach inzwischen bei 3,69 Euro.

Hier ist einerseits wieder der Ukraine-Krieg verantwortlich: Der Preis für Pflanzenöle, die auch zum Frittieren verwendet werden, ist stark gestiegen – nicht nur im Einzelhandel, sondern auch im Großhandel, der die Fast-Food-Ketten beliefert. Dazu sorgen auch Ernteausfälle für die steigenden Preise. Im Jahr 2021 fiel die Kartoffelernte wetterbedingt schlecht aus. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berichtete, dass es wegen des kalten Frühlings und des wechselhaften Sommerwetters im Vergleich zum Vorjahr 9,2 Prozent weniger Ernteertrag gegeben habe.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Auch interessant

Kommentare