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„Nirgendwo, außer bei uns, herrscht ein Mangel“ – Supermarkt-Kunde wundert sich über Engpässe in Deutschland

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Volle Regale mit Sonnenblumenöl in Kroatien.
Volle Regale mit Sonnenblumenöl in Kroatien. © Facebook/ Mike Blume

In deutschen Supermärkten seien Sonnenblumenöl und einige andere Produkte kaum zu kriegen, bei den europäischen Nachbarn gebe es alles „in Hülle und Fülle“. „Warum?“, fragt ein Facebook-Nutzer.

München - Auf Facebook macht ein Nutzer seinem Ärger über die Lebensmittelknappheiten in den Supermärkten Luft. Das Hamstern könne nicht der einzige Grund für die aktuellen Engpässe sein, meint er und fordert eine Erklärung.

„NIRGENDWO außer bei uns herrscht ein Mangel“, meint ein Facebook-Nutzer

Ein Facebook-Nutzer postet ein Bild einer vollen Palette mit Sonnenblumenöl, nach seiner Angabe aus einem schwedischen Supermarkt. Er behauptet: Er bekomme ständig Bilder von Bekannten aus dem europäischen Ausland und nirgendwo, außer in Deutschland, würde eine solche Lebensmittelknappheit herrschen.

„In Dänemark, Holland, Frankreich Spanien, Polen, quasi überall“ sei diese Situation eine andere. Sonnenblumen- und Rapsöl gebe es in Hülle und Fülle, meint er in seiner Konversation mit einem anderen Nutzer (dazu weitere Möglichkeiten als Ersatz). Misstrauisch mache ihn vor allem, das in dem schwedischen Supermarkt verkaufte Sonnenblumenöl sei ein Deutsches. Das Foto zeige nämlich, dass es sich um die Marke Brölio handelt.

Hamsterkäufe nicht alleine der Grund für Knappheit im Supermarkt?: „Was läuft hier?“

Er habe in den gut sechs Wochen seit Kriegsbeginn in den ungefähr sechs verschiedenen Supermärkten, die er regelmäßig besuche, „niemals auch nur einen einzigen Liter Sonnenblumenöl“ gesehen, stellt der Facebook-Nutzer unter seinem Post die Lage in den deutschen Supermärkten - etwas überspitzt - dar. „Was läuft hier“, fragt er in die Runde. „Vielleicht sind die Deutschen als Einzige so blöd, das in Ihre älteren Diesel zu kippen?“, meint ein anderer Nutzer. Und er hat noch einen weiteren Vorschlag: Die Hamster-Käufer seien es eben.

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„Containerweise von den Lieferanten“, würden professionelle Hamsterkäufer einkaufen

Gegen die Erklärung, dass in Deutschland einfach mehr gehamstert werden könnte als in anderen Ländern (dem Klischee vom vorsorgenden, vorausplanenden Deutschen entsprechend) gäbe es aber einzuwenden, dass ja fast nur noch rationiert abgegeben werde in den Supermärkten. Jedenfalls die begehrten Lebensmittelgruppen können nur noch in sehr begrenzter Stückzahl gekauft werden, meint der Fragesteller, der das Foto gepostet hatte.

Darauf wird eingegangen: „Die ganz großen Hamsterkäufer kaufen nicht im Supermarkt. Eher Containerweise von den Lieferanten denen sie etwas mehr bezahlen, als die Supermarktketten bieten. Damit bekommen die weniger Ware als gewohnt. Du kannst im Internet massenhaft Sonnenblumenöl kaufen“, meint der Nutzer, der die Erklärungsversuche liefert.

Aber auch diese Antwort stellt den Fragesteller nicht wirklich zufrieden: „Von der Palette“ kaufen können eigentlich nur Gewerbetreibende. Und die Lieferanten haben mindestens mittelfristige Lieferverträge, d.h. die können nicht mal eben irgendwem anders etwas verkaufen“, meint er.

Die Frage bleibt letztlich offen: Ganz so dramatisch wie dargestellt ist die Lage aber wohl auch nicht. Zwar sieht man so gut gefüllte Regale mit Sonnenblumenöl wie auf dem Foto (laut dem Kommentar dazu aus einem kroatischen Supermarkt) in Deutschland aktuell wirklich selten, von wochenlangen vergeblichen Suchen nach Öl hört man aber wohl auch kaum.

Möglich erscheint, dass die Deutschen eine etwas stärkere Tendenz zum Hamstern haben als europäische Nachbarn und die Abgaberegeln nicht so effektiv greifen wie gewünscht - die Kontrolle ist gerade in den aktuell oft überfüllten Supermärkten wohl auch schwierig. Die Antwort auf das deutsche Öl in Schweden blieb auf Facebook bisher unbeantwortet: Dass Deutschland auch großer Lebensmittelexporteur ist und es sich einfach um Importware aus Deutschland handelt, scheint aber nahezuliegen.

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