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Aldi, Lidl, Rewe & Edeka: Nächstes Lebensmittel könnte im Supermarkt bald fehlen

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Von: Helena Gries

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Bei Supermärkten und Discountern wie Rewe, Aldi und Co. deutet sich ein neuer Lebensmittel-Mangel an. Nach Öl, Nudeln und Reis werden jetzt auch Konserven knapp.

Kassel – Im Zuge des Ukraine-Konflikts werden in Deutschland die Lebensmittel teurer. Für einige Produkte wird sogar das Angebot knapper oder sie sind momentan aufgrund von Lieferengpässen gar nicht erhältlich. Das führt zunehmend zu leeren Regalen bei Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co.

Nach Mehl, Öl, Nudeln und Reis – und bei Edeka sogar bereits Mineralwasser, wie wa.de berichtet – scheint nun das nächste Lebensmittel von einer Knappheit betroffen zu sein: Dosentomaten. Wie die deutsche Wochenzeitung Lebensmittelzeitung berichtet, wollen die Landwirte in Italien einen Teil der Anbaufläche anders nutzen und lukrativere Feldfrüchte wie Getreide oder Futtermais anbauen. Das Problem: Italien ist der mit Abstand wichtigste Produzent von Tomaten und der Großteil der Dosentomaten in Supermärkten in Deutschland kommt aus Italien.

Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co.: Weiteres Lebensmittel könnte knapp werden

Auch Hamsterkäufe bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co., steigende Energiepreise sowie ein Mangel an Verpackungen wie Flaschen und Dosen sollen Medienberichten zufolge zu den Engpässen bei Dosentomaten beitragen. „Der Tomatenmark ist nun endgültig in einer Art Eskalation angekommen“, berichtet Großhändler Otto Franck gegenüber der Lebensmittelzeitung. Einige Lieferanten hätten demnach bereits angekündigt, „dass man bei allen Kunden Lieferkürzungen vornehmen müsse“.

Bei Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co. drohen nach wie vor leere Regale. Ein weiteres Lebensmittel könnte demnächst knapp werden. (Symbolbild)
Bei Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co. drohen nach wie vor leere Regale. Ein weiteres Lebensmittel könnte demnächst knapp werden. (Symbolbild) © Christoph Soeder/dpa

Andreas Reimer, Geschäftsführer des Konservenherstellers Hengstenberg, berichtet über einen Rückgang des Tomatenanbaus in Italien um rund 10 Prozent. Der Preis für die Tomaten-Rohware liege bereits 18 Prozent unter dem Niveau aus dem vergangenen Jahr. Hengstenberg ist mit Marken wie „Oro di Parma“ und „Oro d‘Italia“ nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland.

„Es wird bei Tomatenkonserven zu erheblichen Kostensteigerungen kommen, die wir an den Handel weitergeben müssen“, sagte der Hengstenberg-Geschäftsführer der Lebensmittelzeitung. Auch der italienische Hersteller Mutti kündigte Berichten der Lebensmittelzeitung zufolge Preiserhöhungen für Dosentomaten an. (Helena Gries)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat eine Einkaufs-Checkliste erstellt, mit der man im Notfall zehn Tage gut versorgt ist.

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