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Streit um Sonnenblumenöl eskaliert - und endet mit Anzeige für Supermarkt-Angestellte

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Von: Stella Henrich

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Genervte Kunden und überforderte Mitarbeiter - die Lage beim Einkaufen ist teils angespannt. Nun eskalierte sogar eine hitzige Diskussion bei Lidl in Lüdenscheid. Dabei ging es um die Abgabemenge von Sonnenblumenöl.

München ‒ In Supermärkten und Discounter ist Sonnenblumenöl schon seit Wochen weitgehend ausverkauft. Und wenn die Kunden dann mal auf ein paar mehr Flaschen stoßen, ist das Verlangen groß, sich einen Vorrat mit mehreren Flaschen anzulegen. Nun ist in einer Lidl-Filiale in Lüdenscheid der Streit um das flüssige Gold eskaliert, wie aus Mitteilung der Polizei des Märkischen Kreises herrvorgeht.

Symbolbild: Leeres Öl-Regal in einem Lidl in Brüssel.
Symbolbild: Leeres Öl-Regal in einem Lidl in Brüssel. © IMAGO/Zheng Huansong

Zunächst stritten zwei Kunden um die Abgabemenge von Öl. Eine Lidl-Mitarbeiterin griff ein, um den Streit der beiden Kunden zu schlichten. Worauf die Kundin und die Angestellte in Streit gerieten. Es folgte ein heftiges Wortgefecht. Die Polizei musste anrücken. Denn angeblich hatte die Mitarbeiterin die Kunden am Arm gepackt und zum Ausgang geschubst. Die Folge des Streits um eine Flasche Speiseöl: Der Mitarbeiterin droht eine Anzeige werden Körperverletzung.

Sonnenblumenöl: Lidl-Filiale verlangt sogar Personalausweis der Kunden

Während hierzulande Sonnenblumenöl rar ist, ist es in Schweden im Angebot und stammt sogar aus Deutschland. Die Verknappung des Öls führte hierzulande zu Hamsterkäufen wie Toilettenpapier im ersten Lockdown von Corona. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels ruft daher die Verbraucher auf, sich nur in haushaltsüblichen Mengen mit Sonnenblumenöl einzudecken. Eine Lidl-Filiale in Norderstedt verlangt beim Kauf des Speiseöls sogar den Personalausweis der Kunden, um so möglichst gleichmäßig das Öl auf seine Kunden verteilen zu können.

Wie es im Fall der Kundin in Lüdenscheid am Ende beim Streit um eine Flasche Sonnenblumenöl ausgeht und ihre Anzeige durchgeht, bleibt vorerst abzuwarten. Jedenfalls müssen Kunden immer damit rechnen, dass die Abgabemengen von Lebensmitteln limitiert werden. Dazu sind die Betreiber der Discounter und Supermärkte befugt.

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