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Die Polizei warnt vor Abzocke bei WhatsApp.

So sollten Sie sich verhalten

Polizei warnt vor WhatsApp-Abzocke: Ihr Geld könnte schnell weg sein

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Die Polizei warnt vor Betrügern, die per WhatsApp andere Menschen abzocken. Derzeit gehen wohl Nachrichten auf dem Messenger herum.

Kierspe - Enkel-Tricks sind nichts Neues und trotzdem fallen immer wieder Menschen auf Betrüger rein. Die Polizei erklärt das Vorgehen wie folgt: „Beim ‚Enkel-Trick‘ handelt es sich um eine spezielle Form des Trickbetrugs. Die Täter rufen gezielt ältere Menschen an. Mit einer einstudierten Gesprächsführung schaffen sie ein Vertrauensverhältnis und bringen so die Angerufenen dazu, hohe Summen an Bargeld an eine Ihnen fremde Person zu übergeben.“

Enkel-Trick und Betrugsversuche jetzt auch bei WhatsApp

Neuerdings finden diese Betrügereien nicht nur per Telefon statt, sondern auch Online. Bei WhatsApp geht derzeit eine gefährliche Nachricht herum. So warnt die Polizei aus Kierspe in einer Pressemitteilung: „Der Enkeltrick funktioniert leider auch per WhatsApp“. Eine Frau hatte sich bei den Beamten gemeldet, nachdem sie auf den Trick hereingefallen war.

Die Polizei schildert den Vorfall wie folgt: „‚Hallo Mama‘ fängt die Nachricht an, die am Montag auf dem Handy einer Kiersperin aufploppt. Die oder der Schreiber behauptet, sie/er habe ein neues Handy, eine neue SIM und eine neue Nummer. Die ‚Mama‘ könne die alte Nummer löschen. Keine acht Minuten später kommt der Absender auf den Punkt und schildert ein ‚Problem‘: ‚Leider kann ich jetzt kein Internet-Banking betreiben. Willst du das für mich bezahlen?‘ Es folgt eine IBAN für ein Konto im Ausland.“ Die Frau habe dann die geforderte Summe überwiesen. Als sie am Dienstag eine Info schrieb, dass sie das Geld überwiesen hatte, kam aber keine Antwort mehr.

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Polizei warnt vor Betrügern auf WhatsApp und am Telefon

Die Polizei möchte deswegen ein Bewusstsein schaffen und informiert: „Es gilt dieselbe Warnung wie bei betrügerischen Anrufen falscher Enkel.“ Diese würden sich laut Polizei gerne mit einem „Hallo Oma! Rat mal, wer hier ist!“ melden. „Wenn die Opfer einen Namen nennen, schlüpfen die Betrüger flexibel in die Rolle des Genannten. Ist dieser Vertrauensschritt getan, kommt im nächsten Schritt IMMER die Geldfrage: ‚Bitte hilf mir!‘ Entweder gibt es gerade angeblich eine einmalig günstige Gelegenheit, eine Immobilie zu kaufen. Oder die Enkelin/der Enkel schildert tränenreich einen Unfall. Nur wenn sie sofort eine hohe Geldsumme auftreiben könne, müsse sie nicht ins Gefängnis.“

Die Beamten raten deswegen, dass man sich nicht auf das Spiel einzulassen sollte und einfach eine Rückfrage stellen sollte: „Wer ist denn da?“ Wer den Kontakt per WhatsApp suche, der soll seinen Namen nennen. Ohne Beweis sollte man auf keinen Fall Geld überweisen. Auch Amazon-Kunden sind derzeit ein Ziel von Betrügern. Der Verbraucherschutz warnt vor der Betrugsmasche. (md)

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