Wem es nicht zusagt, dass Whatsapp etwa Nutzungsdaten speichert, muss offenbar wechseln.
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Wem es nicht zusagt, dass Whatsapp etwa Nutzungsdaten speichert, muss offenbar wechseln.

Insider bestätigt: Die schlimmste Nutzer-Befürchtung könnte eintreten

WhatsApp erhöht Druck: Was passiert, wenn man den Haken nicht setzt? - Fieses Szenario droht

  • VonCornelia Schramm
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Der Stichtag wurde verschoben, doch WhatsApp bleibt dabei und ändert seine AGBs: Als User stimmt man entweder zu oder muss mit Rauswurf rechnen - jetzt wurden neue Pläne bekannt.

Dublin - „Tippe auf ZUSTIMMEN, um die neuen Nutzungsbedingungen zu akzeptieren, die ab dem 8. Februar 2021 gelten. Ab diesem Datum musst du die neuen Nutzungsbedingungen akzeptieren, um WhatsApp weiter nutzen zu können.“ Diese Nachricht haben inzwischen schon viele WhatsApp-Nutzer auf ihrem Smartphone gelesen - rechts davon erscheint ein grüner Balken, über den man den neuen AGBs des Messengerdienstes aktiv zustimmen kann. Doch viele User hadern mit der Entscheidung - geht es dabei doch offenbar um viel mehr als eine reine Formalität.

WhatsApp gehört seit 2014 zum Internet-Riesen Facebook. Die neuen Nutzungsbestimmungen und das Häkchen, mit dem sie die Benutzer kurz und schmerzlos akzeptieren sollen, gelten aber als Tor zur stärkeren Verzahnung des kostenlosen Messengers und Facebook. Was der Nachrichtendienst als „Sprachrohr-Erweiterung“ und Service zur besseren Kommunikation mit seinen Nutzern präsentiert, könnte in Wahrheit also bedeuten, dass persönliche Daten und Informationen mit Facebook geteilt werden. Der Konzern weist die Vorwürfe von sich. Unter dem Deckmantel „für Werbezwecke“ soll er die Daten seiner Nutzer ohnehin schon längst mit Facebook teilen.

WhatsApp-Update: User laufen zur Konkurrenz über - Konzern verschiebt Deadline

Dieser neueste WhatsApp-Coup bereitet vielen Nutzern so heftig Kopfzerbrechen, dass sie sich schon nach Messenger-Alternativen umsehen: Um dem „Zwangs-Update“ zu entgehen, steigen viele WhatsApp-Nutzer auf die Konkurrenz, etwa Signal, Threema oder Telegram, um. WhatsApp reagierte umgehend - und gewährte seinen Nutzern mehr Bedenkzeit. Die aktuelle Deadline, um den neuen Richtlinien zuzustimmen, soll nun der 15. Mai 2021 sein. Doch die Unsicherheit der Nutzer versiegt dadurch nicht. Viele verfolgen jetzt wohl den Plan, einfach abzuwarten, was passiert wenn sie nicht akzeptieren - vielleicht verschiebt der Konzern die „Alles-oder-Nichts“-Pläne ja nochmal. Allem Anschein nach aber eher nicht.

Dass es sich bei der Ankündigung wirklich um ein Ultimatum handelt, könnte ein neuer Bericht der Webseite techcrunch.com untermauern: Laut Insider-Informationen plant WhatsApp tatsächlich, Nutzer zu sperren, wenn sie den neuen Richtlinien nicht zustimmen. Das US-amerikanische Technik-Portal beruft sich auf das Schreiben eines Entwicklers, dem zufolge der Konzern seine Nutzer auf mehreren Wegen vor einer Sperre warnen möchte. Eine ähnliche Nachricht, wie jene, die bereits einigen Usern im Januar angezeigt wurde, soll darauf hinweisen, die Richtlinien anzunehmen, um WhatsApp auch nach dem 15. Mai noch mit allen Funktionen nutzen zu können.

Video: Das passiert, wenn man den neuen WhatsApp-Richtlinien nicht zustimmt

Wer dann nicht hören will, soll dem Insiderbericht zufolge fühlen müssen: Die Nutzer sollen zwar noch Anrufe und Benachrichtigungen empfangen, sie aber nicht lesen und keine eigenen Nachrichten mehr verschicken können. Es wäre ein kleiner Vorgeschmack auf ein Leben ohne WhatsApp, weiterhin kontaktiert zu werden - ohne aber auf die Nachrichten seiner Freunde, Familie und Geschäftskontakte zugreifen zu können. Verharrt der Account dann derart „inaktiv“ für 120 Tage, wird er getreu den Richtlinien des Messengers gelöscht. Glaubt man dem Insiderbericht, kann man dann nie wieder auf den gelöschten WhatsApp-Account zugreifen. Sprachnachrichten, Fotos und Chatverläufe wären somit irreversibel verloren.

Diese Nachrichten erhöhen den Druck auf WhatsApp-Nutzer nun bestimmt noch mehr. Durch das Verschieben der Deadline bleibt immerhin Zeit, sich noch einmal genauer mit den Richtlinien zu beschäftigen. Was die Insiderinformationen allemal zeigen, ist, dass WhatsApp wohl Ernst machen will. (cos)

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