Ein Mann mit Smartphone steht vor einem Monitor mit dem Logo des Messenger-Dienstes WhatsApp.
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Mit ein paar Klicks zu mehr Datenschutz: Gerade beim Wechseln der Rufnummer zeigt sich WhatsApp anfällig für eine Sicherheitslücke. (Symbolbild)

Mit einem Klick zu mehr Datenschutz

Gravierender WhatsApp-Fehler: Wie lässt sich die Sicherheitslücke verhindern?

  • vonCornelia Schramm
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Fotos, Videos, Text- und Sprachnachrichten: Per „WhatsApp“ versenden wir täglich sehr private Daten. Der Messenger zeigt sich aber auch anfällig für Sicherheitslücken - etwa lässt er Dritte mitlesen.

Dublin - Neuer Vertrag, neue Nummer, neues Smartphone: Die Euphorie ist jedes Mal groß, wenn man ein nagelneues Smartphone bekommt, ist es doch auch der Begleiter im Alltag schlechthin. Hat man es allerdings versäumt seine bisherige Nummer „mitzunehmen“ oder war der Vertragsabschluss nur bei Übernahme einer neuen Nummer möglich, hat es wohl für viele oberste Priorität, all seinen Kontakten die neue Nummer auch mitzuteilen. An die alte Nummer verschwendet man dann schnell keinen Gedanken mehr - das hat vor allem für „WhatsApp“-User gravierende Folgen.

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Fotos, Videos, Text- und Sprachnachrichten - mehr als 60 Milliarden dieser Mitteilungen werden täglich über die beliebte Messenger-App verschickt. Viele der Chatinhalte sind dabei sehr privat. Ungern möchte man sie deshalb in den falschen Händen oder von Fremden gelesen wissen. Obwohl der Konzern angeblich alles dafür tut, Sicherheitslücken zu schließen und Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen, steht „WhatsApp“ immer wieder aus Datenschutzgründen in der Kritik. Kleinigkeiten, wie ein Häkchen zu setzen oder eben nicht, entscheiden schließlich darüber, was mit teils sensiblen Daten geschieht.

„WhatsApp“: Wenn ein Fremder plötzlich mitlesen kann

„WhatsApp“ ist nicht nur so beliebt, weil es gratis und leicht zu bedienen ist, sondern auch, weil - hat der Benutzer es einmal auf seinem Smartphone installiert - er jederzeit ohne Anmeldenamen und Passwort unkompliziert auf seine Chats zugreifen kann. Jedoch gilt es an einigen Stellen Vorsicht walten zu lassen: So berichtete eine Whatsapp-Userin schon von einer tückischen Code-Falle*. Der Messenger ist aber auch anfällig für einen anderen gravierenden Fehler: Das „WhatsApp“-Konto ist immer mit der Rufnummer des Benutzers verbunden. Wenn dieser die Rufnummer aber wechselt und das Telekommunikationsunternehmen seine „alte“ Nummer neu vergibt, kann der Besitzer der neuen Nummer im Prinzip auf alle Chatverläufe des ehemaligen Nummerninhabers zugreifen. Die Verschlüsselungen, mit denen „WhatApp“-Chats vor der Einsicht Dritte zu schützen versucht, greifen in diesem Fall nicht.

„WhatsApp“ versucht die Sicherheitslücke zwar zu schließen, indem sämtliche Chats und Daten nach 45-tägiger In-Aktivität gelöscht werden, allerdings werden die Telefonnummern häufig noch davor neu vergeben. Die Person, die die Nummer neu zugeteilt bekommt, kann dann, wenn sie „WhatsApp“ innerhalb der 45-Tage-Frist installiert und öffnet, auf sämtliche, noch immer im Profil vorhandenen, Daten zugreifen. Chats, Fotos, Videos und Sprachnachrichten können dann von einem Fremden begutachtet werden.

„WhatsApp“: Ein paar Klicks verschaffen viel Sicherheit für private Daten

Um seine privaten Daten vor jenem unangenehmen Übergriff zu schützen, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man bei einem Wechsel der Rufnummer seinen „WhatsApp“-Account löschen. Hierzu öffnet man die App und ruft „Einstellungen“ auf. Unter dem Punkt „Account“ findet man auch die Option „Meinen Account löschen“. Dabei muss der „WhatsApp“-Benutzer aber darauf achten, alle Nachrichten vorab zu speichern, um sie nicht zu verlieren.

Video: Das ändert sich 2020 bei „WhatsApp“

Weniger radikal, aber ebenso effektiv, ist es laut Chip.de, die Nummer zu ändern. Auch hierfür ruft man in der App „Einstellungen“ auf und geht weiter auf „Account“. Unter dem Punkt „Nummer ändern“, kann man dann die neue Rufnummer eintragen. Hier ist „WhatsApp“ wieder äußerst benutzerfreundlich, lässt sich doch sowohl die alte, als auch die neue Rufnummer vermerken. So wird der Account auf die neue Handynummer überschrieben und ist mit der alten Nummer nicht mehr einzusehen. (cos) *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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