WhatsApp-Logo im App Store
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WhatsApp bringt die Multigeräte-Funktion früher als gedacht – bis zu vier Geräte können Verbraucher damit gleichzeitig nutzen.

Nicht für alle Nutzer schon verfügbar

WhatsApp: Neue Multi-Geräte-Funktion kommt schneller als gedacht - Erste Details bekannt

Die heiß ersehnte Multigeräte-Option sollte ursprünglich in etwa zwei Monaten erscheinen, doch kam nun früher als gedacht: Schon jetzt ist sie für Betatester verfügbar.

Menlo Park, USA – Erst Ende Juni hatte der bekannte Blog WABetaInfo berichtet, dass es in etwa zwei Monaten eine langersehnte Funktion bei WhatsApp geben wird: Die gleichzeitige Nutzung des Nachrichtendienstes auf mehreren Geräten. Facebook-CEO Mark Zuckerberg und WhatsApp-Chef Will Cathcart hatten das bestätigt. Jetzt kam das Update doch schneller als gedacht und ließ nur wenige Wochen statt zwei Monaten auf sich warten.

Das kann die neue Multigeräte-Funktion – und das nicht

Ab sofort können Nutzer unter dem Reiter „verknüpfte Geräte“ insgesamt bis zu vier Geräte hinzufügen. Das funktioniert einfach und unkompliziert: Auf dem Computer geben Verbraucher dazu die Adresse web.whatsapp.com ein und scannen mit ihrem Mobiltelefon dann den aufscheinenden QR-Code. Schon ist das neue Gerät verknüpft und WhatsApp-Nachrichten sowie Sprach- oder Video-Anrufe können auch über den Computer gelesen oder beantwortet werden. Das Ganze funktioniert sogar ohne Internetverbindung auf dem Handy. Wer auf dem Smartphone allerdings mehr als 14 Tage inaktiv ist, wird bei der aktuellen Testversion aus Sicherheitsgründen automatisch von allen Geräten abgemeldet.

Für das Tablet ist die Mehrgeräte-Funktion bereits verfügbar, ein zweites Smartphone können WhatsApp-Nutzer hingegen nicht hinzufügen. Das hatten sich viele Nutzer gewünscht. Der stets gut informierte Blog WABetaInfo schließt diese Option für die Zukunft jedoch nicht aus, denn es ist bekannt, dass WhatsApp an einer Logout-Funktion arbeitet. Diese wäre eine Voraussetzung für die Verknüpfung von zwei verschiedenen Smartphones – beispielsweise dem privaten und dem Diensthandy.

Funktion noch nicht verfügbar? So gehen WhatsApp-Nutzer vor

Nicht für alle Nutzer ist die Betaversion schon verfügbar. Wichtig ist, die neueste Version von WhatsApp installiert zu haben. Wer die Multigeräte-Funktion noch nicht sieht, könnte also mit einem Update der WhatsApp-Funktion im AppStore Abhilfe schaffen. Nutzer müssen außerdem manuell dem Beta-Programm beitreten, wenn sie das nicht zuvor schon getan haben. Dafür klicken sie etwa im Google Play Store auf den Button „Beta-Tester“. iOS-Nutzer müssen zunächst die App TestFlight laden. Sofern noch Plätze verfügbar sind, können sie sich darüber als Beta-Tester melden. Bei der Multigeräte-Funktion handelt es sich um eine Testversion. Das bedeutet, die Funktion befindet sich in der Testphase und ist deshalb zunächst nur für ausgewählte Nutzer sichtbar. Für alle anderen heißt es dann noch: Warten. 

WhatsApp vom Laptop ein Vorteil? Rechtschreibung wichtiger als gedacht

WhatsApp mit der Multigeräte-Funktion über den Laptop zu nutzen, könnte einen positiven Nebeneffekt auf die Kommunikation haben: Nutzer schreiben in der Regel schneller und auch die korrekte Rechtschreibung fällt vielen an der Computertastatur leichter. Das ist auch bei Kurznachrichten wichtiger als gedacht, wie ein Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nun herausfand. Dr. Florian Busch untersuchte im Rahmen seiner Promotion den Schreibstil von Jugendlichen über WhatsApp.

Das Ergebnis überraschte: Schüler und Schülerinnen empfinden das Schreiben über den Nachrichtendienst als komplexer als das Schreiben in der Schule. Außerdem spielen Rechtschreibfehler auch bei Kurznachrichten eine Rolle: „Schreibfehler können auch in WhatsApp als peinlich wahrgenommen werden. Darauf weisen sich die Jugendlichen mitunter gegenseitig hin und korrigieren einander. Ihnen ist wichtig, nicht ungebildet zu wirken“, sagt der Wissenschaftler Dr. Florian Busch einem Bericht des MDR zufolge. Emojis sind wichtig, dominieren die Kommunikation aber nicht. Je besser man sich kennt, desto weniger Emojis werden verwendet: „Enge Freunde verzichten mitunter ganz auf den Einsatz von Emojis weil sie nicht nötig sind, um einander richtig zu verstehen. In weniger engen Beziehungen werden sie verwendet, um die Bedeutung einer Nachricht zu illustrieren“, erklärt Busch seine Forschungsergebnisse.

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