Zu sehen ist, wie eine Person ein Smartphone in der Hand hält, auf dem das Logo vom Messenger WhatsApp angezeigt wird.
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Ist WhatsApp bald nur noch mit Werbung verfügbar? Facebook, das den Messenger 2014 übernommen hat, soll dahingehende Pläne haben. (Symbolbild)

Personalisierte Anzeigen möglich

WhatsApp bald nur noch mit Werbung? Das sind Facebooks Pläne

WhatsApp könnte bald personalisierte Werbeanzeigen ausspielen. Ein Facebook-Projekt befeuert die Gerüchteküche. Verschlüsselte Daten sollen analysiert werden.

Kalifornien (USA) – 2014 hat Facebook den Nachrichtendienst WhatsApp übernommen. Dies ließ sich das Unternehmen von Mark Zuckerberg stattliche 19 Milliarden US-Dollar kosten. Da WhatsApp mittlerweile auf eine Nutzungsgebühr verzichtet, kursiert seit längerem ein Gerücht, mit dem eine neue monetäre Quellen erschlossen werden soll.

Konkret geht es darum, dass Facebook den Deal von 2014 durch Werbeeinblendungen bei WhatsApp quasi refinanzieren will. Durch einen Bericht des US-amerikanischen Technik-Magazins The Information verdichten sich die Gerüchte. Facebook soll bereits ein Forscherteam zusammengestellt haben, welches sich damit beschäftigt, wie sich verschlüsselte Daten analysieren lassen – ohne, dass die Verschlüsselung eigens hierfür aufgehoben werden muss.

WhatsApp mit Werbung: Facebook will angeblich personalisierte Anzeigen beim Messenger schalten

Vonseiten des Magazins wird spekuliert, dass Facebook auf eine spezielle Technik zurückgreifen könnte, um letztendlich an den Nutzer angepasste Werbung in WhatsApp anzeigen zu lassen. Aktuell ist die Anzeige zielgerichteter Werbung noch nicht möglich. Dies liegt daran, dass WhatsApp alle Nachrichten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch der Messenger selbst erkennt den Inhalt nicht.

Auf Anfrage von The Information hätte Facebook das Projekt im Allgemeinen zwar bestätigt, jedoch die Werbepläne dementiert. Auch WhatsApp-Chef Will Cathcart hat sich inzwischen zu Wort gemeldet. Via Twitter lässt er verlauten, dass der Messenger nicht vorhabe, die Technik einzusetzen:

Mit dieser sogenannten homomorphen Verschlüsselung ist es möglich, Berechnungen mit verschlüsselten Daten durchzuführen, ohne diese aber entschlüsseln zu müssen. Ein Verfahren, das besonders für Tech-Unternehmen wie Facebook extrem attraktiv ist. Denn Nutzerdaten können auf diesem Wege noch besser kommerzialisiert werden, der Datenschutz wird noch erhöht.

Homomorphe Verschlüsselung noch am Anfang: Facebook entwickelt spezielle Technologie weiter

Der Haken an der homomorphen Verschlüsselung: die Rechnung geht letztendlich nur auf, wenn dieses Verfahren für jene Daten verwendet wird, die bereits jetzt unverschlüsselt zu Werbezwecken untersucht werden. Aktuell steht die Technologie jedoch noch am Anfang. Deswegen forscht Facebook bereits selbst an der Weiterentwicklung.

Indes macht WhatsApp mit einer neuen Foto-Funktion von sich reden – deren Vorteile einigen Nachteilen gegenüberstehen. Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand in Sachen Verbraucherinformation und Produktrückrufe.

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