Problematische Inhaltsstoffe

Zahnpasta im Test: Gerade bekannte Marken enttäuschen - bedenkliche Stoffe im Inhalt

  • VonJulia Schöneseiffen
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Zahnpasta findet man in jedem Badezimmer. Neben dem wichtigen Bestandteil Fluorid enthalten einige Zahncremes allerdings bedenkliche Stoffe.

Frankfurt - Mindestens zweimal am Tag für je zwei Minuten: So oft sollte man seine Zähne putzen. Neben der richtigen Zahnbürste ist die Zahnpasta für die richtige Pflege der Zähne entscheidend.

Daher untersuchte Öko-Test 58 Zahnpasten. Der wichtigste Inhaltsstoff in Zahncremes ist Fluorid. Denn Fluorid schützt die Zähne gegen Karies. Allerdings enthielten einige getestete Produkte auch problematische Stoffe, die beispielsweise die Schleimhäute reizen oder der Umwelt schaden. 36 von 58 Zahnpasten im Test schneiden mit der Bestnote ab. Sie verzichten auf diese problematischen Stoffe und deklarieren die wichtigsten Informationen. Mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ fallen allerdings auch 13 Zahncremes durch den Test, darunter auch Produkte bekannter Marken.

Zahnpasta im Öko-Test: Produkte mit der Note „mangelhaft“

  • Dentagard Original mit Naturkräuterextrakten
  • Odol-Med 3 Original
  • Odol-Med 3 Senses Eukalyptus, Limette & Minze
  • Signal Zahnpasta Kariesschutz
  • Colgate Komplett 8 Extra Frisch
  • Colgate Max Fresh Cooling Crystals

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Zahnpasten mit der Öko-Test-Bewertung „ungenügend“

  • Aronal Zahnfleischschutz mit Zink
  • Blend-A-Med Classic Zahncreme
  • Blend-A-Med Complete Protect Expert Tiefenreinigung
  • Blend-A-Med Rundumschutz Extra Frisch Clean
  • Colgate Total Plus Gesunde Frische
  • Lacalut Aktiv Medizinische Zahncreme
  • Odol-Med 3 Extreme Clean Langzeit-Frische

Zahnpasten mit problematischen Inhaltsstoffen

Hauptgrund für die schlechten Bewertungen der 13 „mangelhaften“ und „ungenügenden“ Zahnpasten sind im Test gefundene Problemstoffe. So wurde des Öfteren der Inhaltsstoff Natriumlaurysulfat nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein schäumendes Tensid, also eine waschaktive Substanz. Öko-Test kritisiert, dass dieser Stoff „relativ aggressiv zu Werke geht und die Schleimhäute reizen kann“. In insgesamt 18 der getesteten Zahncremes entdeckte Öko-Test den problematischen Stoff.

Öko-Test kritisiert zudem eine weitere Stoffgruppe: PEG-Verbindungen. Demnach können PEG-Verbindungen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Dieser Problemstoff wurde in 15 Produkten nachgewiesen.

Ebenfalls problematisch sind synthetische Polymere. In vier Zahnpasten fand Öko-Test dieses flüssige Plastik. Die synthetischen Polymere können durch das Abwasser in die Umwelt geraten. Wie genau sich der Stoff dort verhält, muss noch besser erforscht werden, erklärt das Verbrauchermagazin. Neben Zahnpasta, gehört auch die Mundspülung für viele Menschen zur Mundhygiene dazu. Öko-Test untersuchte 21 Mundspülungen und fand auch dort teils bedenkliche Stoffe in Markenprodukten. (jsch)

Rubriklistenbild: © Westend61 / IMAGO

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