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„Ihr könnt eure Butter behalten“: Kaufland treibt Kundin mit Schild zur Konkurrenz

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Von: Armin T. Linder

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Daraus wird wohl keine Liebe mehr: Kaufland machte eine Kundin mit einem Schild stinksauer - sie zog weiter zur Konkurrenz und beschwert sich wortreich.

Duisburg - Butter im Angebot! Diese Nachricht ließ eine Frau die nächstgelegene Kaufland-Filiale in Duisburg-Kaßlerfeld ansteuern. Schließlich waren die Preise für das Produkt in den vergangenen Monaten teilweise schmerzhaft hoch. Da klingen 1,99 Euro für ein halbes Pfund doch attraktiv.

Kaufland: Butter-Angebot auf ein Stück pro Kunden beschränkt

Allerdings: Die potenzielle Butter-Käuferin konnte sich damit nicht wie gewünscht eindecken. Denn in der Filiale stieß sie auf ein Schild: „Abgabe in haushaltsüblichen Mengen“ ist dort zu lesen - und die Angabe „1 Stück“. Dazu mehrere Pfeile, um es zu unterstreichen.

Dass das Schild echt ist, ist natürlich nicht hundertprozentig bestätigt. Doch auch die offizielle Reaktion von Kaufland deutet darauf hin. Denn die Frau hat sich via Facebook bei der Supermarkt-Kette beschwert: „Habe dann keine genommen. Besteht bei euch der ‚übliche Haushalt‘ aus einer Einzelperson? Mehrköpfige Familien gehen jeweils einzeln einkaufen? Und wenn ich dann im Winter Plätzchen backen will, muss ich mehrmals einkaufen gehen, um ausreichend Zutaten zu haben?“

Offensichtlich trieb das Kaufland-Schild sie zur Konkurrenz. „Kaufe dann jetzt zum Normalpreis in einem anderen Laden“, schreibt sie und schließt knatschig mit dem Satz: „Könnt eure eine Butter behalten.“

Kaufland-Kundin bringt kein Verständnis für Beschränkung auf

Kaufland meldet sich prompt zu Wort. „Wir bedauern, dass wir dir die Butter nicht in der von dir benötigten Menge zur Verfügung stellen konnten“, so das Social-Media-Team. „Einzelne Produkte werden derzeit verstärkt nachgefragt. Um vielen Kunden den Einkauf zu ermöglichen, kann es vorkommen, dass wir im Sinne aller Kunden, je nach Filiale, die Abgabemenge beschränken. Hierfür bitten wir dich um dein Verständnis.“

Verständnis? Bringt die Kundin auch nach dem Statement keins auf. „Ach kommt“, reagiert sie. „Eine Butter als Abgabemenge ist lächerlich. Das wisst ihr auch selbst. Wenn der Verkauf so sehr beschränkt werden muss, dann bietet solche Wochenangebote bitte nicht an. Ich bin nur dafür zu Kaufland gegangen. Hätte ich von dieser Albernheit gewusst, hätte ich mir den Weg gleich gespart.“ Es handle sich nur um einen kleinen Umweg auf der Strecke nach Hause von der Arbeit - doch den wird sie sich künftig wohl sparen. Für Staunen sorgte kürzlich ein Kaufland-Kassenzettel aus dem Jahr 1996. (lin)

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