+
Arbeiter sichern am frühen Freitagmorgen die Bombe. Der Blindgänger war nachmittags von Arbeitern am neuen Rheinboulevard zufällig gefunden worden.

Nach großflächiger Evakuierung

10-Zentner Bombe am Kölner Rheinufer ohne Probleme entschärft

Köln - Die 10-Zentner-Bombe am Kölner Rheinufer gegenüber der Altstadt ist in der Nacht zum Freitag erfolgreich entschärft worden. Gegen 00.25 Uhr wurde der Zünder der Bombe amerikanischer Bauart unschädlich gemacht, wie die Stadt mitteilte.

Die Entschärfung sei ohne Probleme verlaufen. Der Blindgänger war nachmittags von Arbeitern am neuen Rheinboulevard zufällig gefunden worden.

Mehrere tausend Menschen mussten die Gebäude in der näheren Umgebung verlassen. Auch ein großes Hotel wurde geräumt, ebenso die von vielen Gaststätten genutzte erste Häuserzeile der gegenüberliegenden Altstadt. Kurz nach Mitternacht war die Evakuierung erfolgreich abgeschlossen. Rund 200 Anwohner kamen in einem Gymnasium unter, andere fanden im Spanischen Bau des Rathauses Platz.

Der Zugverkehr auf der Hohenzollernbrücke wurde eingestellt, der Deutzer Bahnhof wurde ebenfalls gesperrt. Auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein war betroffen. Alle Anwohner konnten nach der Entschärfung in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Auch die Verkehrssperrungen wurden aufgehoben, Zug- und Schiffsverkehr waren wieder freigeben.

Die Bombe wurde entdeckt, als Arbeiter gerade einen Schacht für Leitungen ausheben wollten. Die gezielte Suche an einigen Verdachtspunkten in den vergangenen Tagen war ergebnislos geblieben. Der Rheinboulevard im Stadtteil Deutz ist eines der wichtigsten und größten Stadtentwicklungsprojekte seit Jahren. Es soll die beiden Uferseiten stärker zusammenwachsen lassen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jugendlicher läuft bei Rot über die Ampel und wird tödlich verletzt
Ein 16-Jähriger ignorierte am Freitagabend die Straßenordnung und lief trotz roter Ampel über die Straße. Ein Fehler, für den er bitter bezahlte. 
Jugendlicher läuft bei Rot über die Ampel und wird tödlich verletzt
Riss im Staudamm: 70.000 Puerto Ricaner müssen Häuser verlassen
Ein drohender Dammbruch bereitet den Menschen in Puerto Rico weiterhin große Sorgen. Die Behörden mussten rund 70 000 Menschen anweisen, ihre Häuser zu verlassen. 
Riss im Staudamm: 70.000 Puerto Ricaner müssen Häuser verlassen
Vulkan brodelt auf Bali - Mehr als 14 000 Anwohner fliehen
Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali rechnen die Behörden mit einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung.
Vulkan brodelt auf Bali - Mehr als 14 000 Anwohner fliehen
Explosion? Nordkorea erneut von Erdstößen erschüttert 
Das Land Nordkorea wurde zum wiederholten Male von einem Erdbeben erschüttert. Noch ist unklar, was das Beben auslöste. 
Explosion? Nordkorea erneut von Erdstößen erschüttert 

Kommentare