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Europol-Direktor Rob Wainwright (Mitte) erläutert die Ergebnisse der Aktion "Archimedes" bei einer Pressekonferenz in Den Haag. 

Gegen organisiertes Verbrechen

Riesen-Razzia: Über 1000 Festnahmen 

Den Haag/Wiesbaden  - Vorwürfe von Geldwäsche bis Menschenhandel: Bei der Aktion "Archimedes" wurden über 1000 Menschen festgenommen, auch in Deutschland gab es Festnahmen.

In einer großen internationalen Aktion gegen das organisierte Verbrechen in Europa haben Polizeikräfte aus 34 Ländern über 1000 Menschen festgenommen. Sie sollen in Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel, Betrug und Geldwäsche verstrickt sein, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Mittwoch in Den Haag mit. Nach Angaben von Europol war dies die größte gemeinsame Polizei-Operation in Europa.

Bei der Kontroll- und Durchsuchungsoperation „Archimedes“ vom 15. bis 23. September hatten Strafverfolgungsbehörden aus 28 EU-Staaten und mehreren weiteren Ländern wie den USA in den vergangenen Tagen unter Federführung der EU-Polizeibehörde Europol Flughäfen, Grenzübergänge, Häfen und andere neuralgische Punkte kontrolliert. Außerdem nahmen die Ermittler die Infrastrukturen grenzüberschreitend operierender Banden ins Visier.

Über 20.000 Polizisten hatten sich Europol zufolge an der Aktion beteiligt. 30 rumänische Kinder seien aus den Händen von Menschenhändlern befreit worden, teilte Europol mit. Rund 600 Kilogramm Kokain und 200 Kilogramm Heroin seien beschlagnahmt worden.

In Deutschland führte der Polizei-Großeinsatz zu 17 Festnahmen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Elf von ihnen seien der Einschleusung von Ausländern verdächtig, drei des Drogenschmuggels. Drei weitere seien auf frischer Tat bei einem Einbruch gefasst worden.

Die deutschen Fahnder konzentrierten sich unter anderem auf die Deliktsbereiche Schleuserkriminalität, Drogenschmuggel, Handel mit gefälschten Waren sowie Einbruchdiebstahl. Den Angaben des BKA zufolge wurden zusätzlich zu den Festnahmen zwei Kilogramm Kokain sichergestellt sowie 241 illegal eingereiste Menschen entdeckt. Zudem ergaben sich Verdachtsfälle im Bereich des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

An den Ermittlungen in Deutschland beteiligten sich zwölf Landeskriminalämter, die Bundespolizei, das BKA und das Zollkriminalamt.

dpa/AFP

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