105-jähriger Überlebender gedenkt Erdbeben in San Francisco

San Francisco - Es gibt nur noch eine Handvoll Überlebende, die 1906 bei der Erdbebenkatastrophe in San Francisco dabei waren. Dutzende Menschen gedachten am Montag, dem 105. Jahrestag, der Opfer.

William Del Monte war drei Monate alt, als am 18. April 1906 in San Francisco die Erde bebte. Als einer der letzten Überlebenden der Katastrophe erinnerte er am 105. Jahrestag an die rund 3000 Menschen, die damals in der Westküstenstadt ums Leben kamen. An der traditionellen Gedenkfeier im Morgengrauen - der Erdstoß kam kurz nach 5.00 Uhr Früh - nahmen am Montag Dutzende Menschen teil. Del Monte kann sich nur an Erzählungen seiner Eltern erinnern, die mit dem Baby in einer Pferdekutsche aus der brennenden Stadt flüchteten.

Zwei weitere “Earthquake-Survivors“ sind den Veranstaltern bekannt, doch die 108 und 109 Jahre alten Frauen seien zu gebrechlich, um an der Gedenkzeremonie teilzunehmen, hieß es. Historikern zufolge hatte Japan damals San Francisco mit einer großzügigen Spende von rund 250 000 Dollar geholfen. Im Gegenzug wurde am Montag der Opfer der jüngsten Erdbebenkatastrophe in Japan gedacht und zu Spenden aufgerufen. “In diesem Jahr denken wir an die Überlebenden in Japan, die genauso wie unsere Vorfahren aus den Trümmern wieder aufbauen werden“, sagte Organisator Lee Housekeeper dem “San Francisco Chronicle“.

Das Beben der Stärke 7,9 auf dem San-Andreas-Graben und das nachfolgende Feuer zerstörten im Jahr 1906 rund 28 000 Häuser, 250 000 Menschen wurden obdachlos. Der damalige Sachschaden betrug nach dem heutigen Dollar-Wert mehr als acht Milliarden Dollar.

“The Big One“ steht der amerikanischen Westküste noch bevor, darin sind sich die Geologen einig. Nach einer Studie aus dem Jahr 2008 muss Kalifornien bis 2037 mit einem schweren Erdstoß der Stärke 6,7 oder mehr rechnen.

dpa

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