14-jährige Deutsche in Österreich getötet

Wien - Familiendrama im idyllischen Kurort Bad Ischl im Salzkammergut: Eine dort lebende 14-jährige Deutsche soll von ihrem Stiefvater und dessen 19 Jahre altem Sohn ermordet worden sein. Das mutmaßliche Motiv:

Eine seit Dienstag vermisste 14-jährige Deutsche ist in Österreich getötet und vergraben worden. Dies bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Manfred Holzinger, am Donnerstagnachmittag der Nachrichtenagentur dpa. Verdächtigt werden ihr 48-jähriger Stiefvater und dessen 19 Jahre alter Sohn. Über das Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

Das Mädchen sei in Griechenland geboren, habe aber wie seine Mutter die deutsche Staatsbürgerschaft, sagte eine Polizeisprecherin. Die Familie habe seit längerem in Bad Ischl in Oberösterreich gelebt.

Zeugen hatten gesehen, wie die Schülerin auf dem Weg zur Bushaltestelle in ein Auto gezerrt wurde. Das Mädchen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits am Dienstagmorgen in dem Wagen von den beiden Tatverdächtigen getötet worden, sagte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Man habe in dem Auto Gegenstände gefunden, die als Tatwerkzeug infrage kämen. Die blutbefleckte Rückbank entdeckte die Polizei später in einem Gebüsch in Niederösterreich.

Grausame Fälle: Verbrechen an Kindern

Grausame Fälle: Verbrechen an Kindern

Am Mittwoch hatte die Polizei die beiden Männer festgenommen, sie werden seitdem vernommen. Am Abend fanden Beamte dann im Salzkammergut in der Nähe eines Grundstücks der Familie der Männer die frisch vergrabene Leiche. Die Obduktion habe ergeben, dass die Jugendliche vor ihrem Tod geschlagen und gewürgt wurde, sagte Holzinger. Sie starb an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.

Das Motiv der Männer ist bisher unklar. In Bad Ischl werde vermutet, dass sich der 48-Jährige an der Mutter rächen wollte, weil sie sich vor kurzem von ihm getrennt habe, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Es werde gegen die Männer wegen Mordes ermittelt, zu Details dürfe er nichts sagen, sagte Holzinger.

Mitschüler des Mädchens bauten im Gymnasium des Touristenortes eine Gedenkstätte mit Fotos und Blumen auf, das Schulfest zum Ferienbeginn wurde abgesagt. Die Kinder erhielten psychologische Betreuung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen mit Farbe beschmiert
Kopenhagen (dpa) - Die Statue der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen ist in der Nacht zu Dienstag mit roter Farbe besprüht worden. Das teilte die Polizei auf Twitter …
Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen mit Farbe beschmiert
Betrüger erschummelt 45.000 Euro mit einer Pfandflasche - und kriegt nun große Ehre
Weil er dringend Geld brauchte, hat ein Mann in Köln einen dreisten Trick angewandt. Mit einer einzigen Pfandflasche erschummelte er 45.000 Euro. Jetzt wird ihm noch …
Betrüger erschummelt 45.000 Euro mit einer Pfandflasche - und kriegt nun große Ehre
Pittbull tötet drei Wochen altes Baby
Grand Rapids - Eine entsetzliche Tragödie hat im US-Bundesstaat Michigan einem erst drei Wochen alten Baby das Leben gekostet. Die kleine Susannah wurde von ihrer Mutter …
Pittbull tötet drei Wochen altes Baby
Wetterdienst warnt vor Gewittern und Starkregen in Deutschland
Auf weitere Gewitter, Starkregen und Sturmböen müssen sich mehrere Bundesländer im Laufe des Dienstags einstellen.
Wetterdienst warnt vor Gewittern und Starkregen in Deutschland

Kommentare