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Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle sank um zwei Prozent auf rund 1,3 Millionen. Foto: Hendrik Schmidt

Leichter Rückgang

1474 Verkehrstote im ersten Halbjahr

Fahrassistenten machen Autos immer sicherer, was sich auch in der Unfallstatistik widerspiegelt. Experten sehen trotzdem noch Handlungsbedarf.

Wiesbaden (dpa) - Der leichte Abwärtstrend hält an: Auf deutschen Straßen sind im ersten Halbjahr 2018 weniger Menschen gestorben als im gleichen Zeitraum 2017.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, gab es in den ersten sechs Monaten 1474 Unfalltote. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle blieb dagegen annähernd gleich. Sie sank nur um 2 Prozentpunkte auf rund 1,3 Millionen. In rund 89 Prozent der Fälle entstand allerdings nur ein Sachschaden.

Im Zeitraum von Januar bis Mai 2018 zählte das Bundesamt allerdings 11 Prozent mehr Tote unter den Fahrern von Lastwagen und anderen Güterkraftfahrzeugen als noch im ersten Halbjahr 2017. Mit zusätzlichen zehn Menschen stieg auch die Zahl der tödlich verunglückten Fahrer von Krafträdern ohne amtliches Kennzeichen wie Mofas um rund 40 Prozent. Bei den Fahrradfahrern tat sich dagegen kaum etwas: Bis Mai 2018 wurden 136 Menschen getötet, drei mehr als im Vorjahreszeitraum. Zurück ging die Zahl der getöteten Fußgänger und Motorradfahrer - jeweils um rund 8 Prozent.

Nach Angaben von Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV) lassen sich die Zahlen auf keine besonderen Maßnahmen oder äußere Umstände zurückführen. Seit 2010 lasse sich eine Stagnation bei Fahrrad- und Motorradtoten feststellen, die Zahl der Toten durch Autounfälle sinke seit Jahren leicht, sagte Brockmann. Neuwagen seien heute im Vergleich zu 2008 viel sicherer geworden, was sich auch in der Unfallstatistik widerspiegele.

"Das ist aber kein Grund zu jubeln", sagte Brockmann. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gegenüber 2011 zu senken, sei nur schwer zu erreichen. Ende 2017 sei nicht einmal die Hälfte des Ziels erreicht worden.

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