In Dänemark

16-Jährige festgenommen: Plante sie einen Anschlag?

Kopenhagen - Die dänische Polizei hat eine 16-Jährige unter dem Verdacht festgenommen, islamistisch motivierte Anschläge auf zwei Schulen in der Hauptstadt Kopenhagen geplant zu haben.

Laut Unterlagen des Gerichts in Holbaek im Osten des Landes sollte sich einer der Anschläge gegen eine jüdische Schule in Kopenhagen richten. Bei der 16-Jährigen handelt es sich demnach um eine zum Islam konvertierte Schülerin.

Festgenommen wurde auch ein 24-jähriger mutmaßlicher Komplize der 16-Jährigen. Laut dänischen Medienberichten handelt es sich um einen Syrien-Kämpfer. Beide Festgenommenen weisen die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Die Festnahmen erfolgten bereits Mitte Januar, wurden aber erst am Dienstag publik gemacht. Die Polizei wollte keine Einzelheiten nennen. Sie verwies auf die noch laufenden Ermittlungen.

Die dänischen Behörden gehen von einer anhaltend hohen terroristischen Bedrohung aus. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen vier Dänen, die für die Anschläge vom Februar 2015 mitverantwortlich sein sollen. Am 14. Februar 2015 hatte ein 22-jähriger Däne mit palästinensischen Wurzeln ein Kulturzentrum gestürmt, den dänischen Filmemacher Finn Nörgaard erschossen und drei Polizisten verletzt. Ein paar Stunden später erschoss der vorbestrafte Attentäter vor einer Synagoge einen jüdischen Wachmann und verletzte zwei Polizisten, bevor ihn die Polizei vor seiner Wohnung erschoss.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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