Tat war schon im Dezember

19-jährige Deutsche in Indien vergewaltigt

Neu Dehli - Eine 19-jährige Deutsche ist nach eigenen Angaben bei einer Indien-Reise von einem Auto-Rikscha-Fahrer in der Hauptstadt Neu Delhi vergewaltigt worden.

Die junge Frau habe angegeben, dass sich die Tat am 14. Dezember ereignet habe, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Fahrer vergewaltigte sie demnach, nachdem sie ihr Hotel verlassen und sich in einem Geschäftsviertel von Neu Delhi verlaufen hatte.

Die Frauenkommission von Neu Delhi habe die Polizei über die Vorwürfe der jungen Deutschen informiert, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP. Bislang könne sich die junge Frau nicht klar an wichtige Details der Tat erinnern, aber die Ermittler täten alles, um ihr zu helfen und die Ermittlungen voranzubringen.

Laut der Frauenkommission gab die Deutsche an, sie habe sich aus Angst nicht unmittelbar nach der Tat an die Behörden gewandt. Später habe sie aber eine Beschwerde bei der Frauenkommission per E-Mail eingereicht. Das Schreiben sei am 5. Februar eingegangen. Da die Frau zu diesem Zeitpunkt aber nicht in Neu Delhi gewesen sei, habe der Fall zunächst nicht an die Polizei weitergegeben werden können, sagte der Kommissionsvorsitzende Swati Maliwal AFP.

Fremder half der Deutschen zurück ins Hotel

Seinen Angaben zufolge wurde die junge Deutsche von dem Fahrer einer Auto-Rikscha "angegriffen und im Dunkeln vergewaltigt". "Schließlich half ihr ein Mann, der von der Arbeit zurückkam und sie an der Straße sah", sagte Maliwal. "Sie hat ihm nichts gesagt und er hat sie zu ihrem Hotel gebracht."

Im Jahr 2012 hatte die brutale Vergewaltigung einer indischen Studentin in einem Bus in Neu Delhi das erschreckende Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Indien auch international zu einem Thema gemacht. Seither gab es Reformen, unter anderem wurden die Strafen für Vergewaltiger deutlich verschärft. Die Zahl der Angriffe in Indien ist aber weiterhin hoch. Auch ausländische Touristinnen wurden wiederholt Opfer von Vergewaltigungen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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