Journalistin Mesale Tolu kommt aus türkischem Gefängnis frei - doch es gibt einen Haken

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Polizeibeamte stehen an einem Tor der Munitionsfabrik in Policka. Bei einer Serie von Explosionen in der Fabrik sind 19 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Foto: Josef Vostarek

Mehrere Detonationen

19 Verletzte bei Explosionen in Munitionsfabrik

Erst vor anderthalb Jahren waren bei einem Unfall auf dem Gelände der Munitionsfabrik 320 Tonnen Schießpulver explodiert - nun kam es gleich zu einer Serie von Explosionen. Die Lage sei unübersichtlich, hieß es bei der Polizei.

Policka (dpa) - Bei einer Serie von Explosionen in einer tschechischen Munitionsfabrik sind 19 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Drei von ihnen schwebten in akuter Lebensgefahr und wurden mit Hubschraubern in Spezialkliniken gebracht, wie die Rettungskräfte mitteilten.

Unter den Verletzten waren auch viele Feuerwehrleute. Gegen Mittag hatte sich der Agentur CTK zufolge ein Tank mit Flüssigsprengstoff in einer Lagerhalle entzündet. Die Ursache war zunächst unklar.

Auch Stunden nach der ersten Meldung seien noch neue Detonationen aus der Lagerhalle zu hören gewesen. Eine Polizeisprecherin beschrieb die Lage als "unübersichtlich". In der Fabrik in der Stadt Policka, rund 140 Kilometer östlich von Prag, werden unter anderem Artilleriegranaten und militärische Sprengladungen hergestellt sowie Altbestände unschädlich gemacht.

Stark beschädigt wurde auch ein Rettungswagen, der zuerst am Unglücksort eingetroffen war. "Die Splitter haben die Tür durchschlagen, der Besatzung ist mit viel Glück nichts passiert", sagte ein Einsatzleiter. Aufgrund der Gefahr mussten die Feuerwehrleute die Löscharbeiten einstellen. Sie beobachteten die Entwicklung aus sicherer Entfernung.

"Ich habe mich schrecklich erschrocken, als es so geknallt hat - wir haben hier Angst", sagte eine Anwohnerin der Zeitung "Denik". Vor anderthalb Jahren waren bei einem Unfall auf dem Gelände der Firma 320 Tonnen Schießpulver explodiert. Das Dach der Lagerhalle flog 50 Meter weit in den Wald. Damals hatten zwei Arbeiter Verbrennungen davongetragen. Der Schaden ging in die Millionen.

In Tschechien kommt es immer wieder zu Unfällen mit Kriegsmaterial. Im Oktober 2014 kamen zwei Arbeiter in einem Lager in Vrbetice ums Leben, als rund 50 Tonnen Munition in die Luft gingen. Die Armee war mehr als ein Jahr mit den Räumarbeiten beschäftigt. Tschechien exportiert jährlich Waffen im Wert von einer halben Milliarde Euro.

CTK-Bericht, auf Tschechisch

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