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Die Geisterstadt Johnsonville ist seit 16 Jahren unbewohnt und wurde jetzt versteigert.

Versteigerung

1,9 Millionen Dollar für US-Geisterstadt

Hartford - Die Geisterstadt Johnsonville im Bundesstaat Connecticut in den USA ist für 1,9 Millionen Dollar (1,5 Mio Euro) versteigert worden.

Die Geisterstadt Johnsonville im Bundesstaat Connecticut in den USA ist für 1,9 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) versteigert worden. Die aus acht historischen Gebäuden bestehende Gemeinde brachte damit mehr als das Doppelte des Mindestgebots von 800.000 Dollar ein, berichtete die Lokalzeitung „Hartford Courant“. Nachdem die Immobilienfirma, die das Grundstück im Jahr 2001 kaufte, das Gebot annahm, soll der Verkauf nun innerhalb der nächsten vier Wochen abgewickelt werden, berichtete das Blatt unter Berufung auf das Immobilienunternehmen.

Die sogenannte Ghost Town ist seit 16 Jahren unbewohnt. Eine Garnfabrik bildete einst das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde, doch nach einem Blitzeinschlag kam die Produktion zum Erliegen und die Einwohner verließen die Stadt. Mit dem Tod des ehemaligen Eigentümers im Jahr 1998 verlor Johnsonville dann seinen letzten Einwohner.

Eine Immobilienfirma kaufte das Grundstück: Johnsonville sollte als viktorianisches Dorf aus dem 18. Jahrhundert wiederaufgebaut und so in eine Touristenattraktion verwandelt werden. Auch eine Nutzung als Kurort und Erholungsstätte waren im Gespräch. Mangels Zulauf scheiterten die Pläne. Was nun mit den 250 000 Quadratmetern Fläche geschehen soll, ist nicht bekannt. Die Firma war für eine Stellungnahme am Samstag nicht zu erreichen.

Geisterstädte sind in den USA keine Seltenheit. Besonders in Staaten wie Kalifornien, Arizona und Nevada verließen Siedler neu gebaute Städte wieder, etwa weil Gold- und Silberminen erschöpft waren.

dpa

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