+
Kinder in einem Slum in Dhaka: Jedes Jahr sterben laut Human Rights Watch Tausende Menschen an den Folgen des Arsenkonsums. Foto: Peer Grimm/Archiv

20 Millionen Bangladescher trinken arsenhaltiges Trinkwasser

Dhaka (dpa) - Ungefähr 20 Millionen Menschen in Bangladesch trinken nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit Arsen vergiftetes Wasser. Dabei sei das Problem des arsenhaltigen Brunnenwassers seit zwei Jahrzehnten bekannt.

Die Regierung in Dhaka habe es bislang versäumt, ausreichende Maßnahmen gegen das natürlich im Boden vorkommende Arsen zu unternehmen.

Die langfristige Aufnahme von Arsen kann zu Leberschäden, Nieren-, Lungen- oder Hautkrebs führen. Früher tranken die Menschen in Bangladesch und anderen Ländern des Ganges-Becken Flusswasser, das heute aber meist verschmutzt ist. Nun holen sie ihr Wasser aus Schachtbrunnen, die in arsenhaltige Schichten reichen - auch weil Hilfsorganisationen sie dazu aufforderten.

Jedes Jahr sterben laut Human Rights Watch Tausende Menschen an den Folgen des Arsenkonsums. Abhilfe könne mit Brunnen geschaffen werden, die in tiefere Trinkwasserschichten reichen. Doch statt für die am stärksten betroffenen Menschen würden diese oft für Unterstützer von Politikern gebohrt. "Viele Brunnen der Regierung werden in Privathäusern installiert. Die Besitzer bestechen Beamte oder benutzen ihre politischen Beziehungen", wird ein Bauer in dem Bericht zitiert.

Bericht "Nepotism and Neglect" von Human Rights Watch

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tramperin seit einer Woche verschwunden
Leipzig (dpa) - Seit nunmehr einer Woche fehlt jedes Lebenszeichen von einer Tramperin aus Leipzig. Auch die Suche nach der 28-jährigen Studentin am Mittwoch sei …
Tramperin seit einer Woche verschwunden
Kaltfront läutet kalendarischen Sommer ein
Berlin (dpa) - Nach heißen Tagen beginnt der kalendarische Sommer heute mit einer leichten Abkühlung. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, überquert eine …
Kaltfront läutet kalendarischen Sommer ein
Morgens wird eher analytisch getwittert, abends emotional
Bristol (dpa) - US-Präsident Trump mit seinen morgendlichen Twittersalven scheint eine Ausnahme zu sein: Einer groß angelegten Auswertung von Tweets zufolge denken die …
Morgens wird eher analytisch getwittert, abends emotional
Steigender Meeresspiegel bedroht Statuen auf der Osterinsel
Mit ihren jahrhundertealten Steinfiguren mutet die Osterinsel mitten im Pazifik als verwunschenes Reiseziel an. Doch viele dieser Moai an der Küste sind gefährdet, denn …
Steigender Meeresspiegel bedroht Statuen auf der Osterinsel

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.