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2006: 19 bayerische Lotto-Millionäre

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- Potsdam - Ein 45-jähriger Handwerker aus Leipzig ist der erste Lotto-Millionär 2007. Während er gestern seinen Gewinn über 4,5 Millionen Euro abholte, zogen die Veranstalter die Jahres-Bilanz 2006: Allein in Bayern gab es 19 Millionengewinne.

Exakt 114 Millionäre, ein Rekordjackpot von fast 38 Millionen Euro und ein Rückgang der Einsätze - so lautet die Lottobilanz des vergangenen Jahres. Rund 7,9 Milliarden Euro (2005: rund 8,1 Milliarden Euro) gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr für die Lotterien und Wetten des Deutschen Lotto- und Totoblocks aus, wie die Land Brandenburg Lotto GmbH am Freitag in Potsdam mitteilte.

Das Minus von zwei Prozent sei unter anderem auf rückläufige Umsätze bei den Sportwetten zurückzuführen. 114 Spieler (2005: 110) kassierten im Jahr 2006 Millionengewinne.

Der absolute Spitzengewinn ging mit rund 37,7 Millionen Euro an einen Krankenpfleger aus Nordrhein-Westfalen, der damit den bislang höchsten Jackpot in der Geschichte von Lotto 6 aus 49 abräumte. Jeder Deutsche gab im vergangenen Jahr laut Lotto GmbH für die Angebote des Blocks im Schnitt 95,91 Euro (2005: 97,75 Euro) aus.

Zahlenlotto - liebtes Glücksspiel der Deutschen

Liebstes Glücksspiel der Deutschen war wieder das Zahlenlotto 6 aus 49, das den Tippern Einsätze von knapp über fünf Milliarden Euro wert war. Auch dank des Mega-Jackpots kletterten in diesem Spiel die Einsätze um rund 0,7 Prozent im Vergleich zu 2005.

Für viele Tipper zahlte sich die Spielfreude voll aus: Allein 72 der 114 Neu-Millionäre gab es im Lotto 6 aus 49. Aber auch die Teilnahme an der Zusatzlotterie Spiel 77 brachte 27 Tippern das große Geld, weitere Millionengewinne wurden in anderen Spielarten ausgezahlt. Besonders viele Millionengewinne gingen in die einwohnerstärksten Bundesländer Nordrhein-Westfalen (29), Bayern (19) und Baden-Württemberg (18).

20,7 Prozent weniger Umsatz bei Oddset

Herbe Einbußen von rund 20,7 Prozent musste das Sportwettenangebot Oddset hinnehmen. Nach Auskunft der Brandenburger Lotto GmbH, die die Federführung zum Jahresbeginn 2007 an Baden-Württemberg abgegeben hat, stand 2006 im Zeichen "heftiger Auseinandersetzungen über die künftig richtige Struktur des Glücksspielmarktes in Deutschland".

Das Bundesverfassungsgericht hatte im März in einem Urteil zu Sportwetten betont, dass ein staatliches Monopol zur Vermeidung von Spielsucht erforderlich sei. Private, nicht konzessionierte Anbieter aus dem In- und Ausland fordern dennoch weiter einer Liberalisierung.

Neuer Staatsvertrag soll Internet und Werbung regeln

Auf Druck des Bundeskartellamtes haben die Lottogesellschaften zudem inzwischen weitgehend das Internet-Angebot eingestellt. Mit einem neuen Staatsvertrag, den die Landtage in diesem Jahr beschließen wollen, soll der Streit beigelegt werden. "Wegen der Suchtgefahr wird Internet-Spiel nicht mehr möglich sein, ebenso wenig Werbung für Glücksspiele in Stadien oder auf Sportlertrikots", sagte ein Lotto-Sprecher.

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