Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Das Jahr 2014 steuert auf einen Temperaturrekord zu. Foto: Ole Spata

2014 steuert auf Wetterrekord zu

Offenbach (dpa) - Auch wenn der Sommer verregnet war - dieses Jahr könnte das wärmste seit mehr als 130 Jahren werden. Das lässt der bisherige Trend erwarten.

Deutschland spürt die globale Erwärmung: Das Jahr 2014 steuert hierzulande auf einen Temperaturrekord zu. Die ersten zehn Monate des Jahres seien so warm ausgefallen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1881, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Im Vergleich zum Mittel der Jahre 1961 bis 1990 habe die Durchschnittstemperatur um 2,1 Grad höher gelegen.

Nach der DWD-Statistik waren mit Ausnahme des Augusts alle Monate des Jahres zu warm. Am größten war die Abweichung im Februar mit einem Plus von 3,9 Grad, im März und April war es jeweils 3,5 Grad zu mild. Der Oktober sei 2,9 Grad zu warm gewesen. Nur der August fiel ein halbes Grad kühler aus als sonst.

Für das ganze Jahr wagen die Meteorologen noch keine Prognose. Ein bitterkalter Dezember, der die Bilanz noch verändern könnte, sei immer noch möglich. "Aber es ist schon ein starkes Signal", sagte Kirsche.

Die nächsten Tage versprechen noch keine Trendwende: Es werde vorerst zu mild für die Jahreszeit bleiben, "ein markanter Kälteeinbruch ist nicht in Sicht", sagte DWD-Meteorologe Michael Tiefgraber.

Den bisherigen deutschen Wärmerekord halten die Jahre 2000 und 2007, als die Abweichung vom vieljährigen Mittel 1,7 Grad betrug. Sechs der zehn zu warmen Jahre registrierte der DWD seit dem Jahr 2000. Weltweit haben seit Jahresbeginn schon vier Monate Rekorde gebrochen: Nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA waren der Mai, der Juni, der August und der September global gesehen die jeweils wärmsten seit 1880.

Im Oktober hatte in Deutschland stetiger Zustrom von Luft aus Süden und Südwesten die Temperaturen in Deutschland zeitweise auf sommerliche Werte getrieben. Den höchsten Wert gab es am 9. Oktober mit 27,2 Grad südöstlich von Esslingen. Erst Ex-Hurrikan "Gonzalo" brachte im letzten Monatsdrittel Sturm, einen markanten Temperatursturz, Dauerregen und auf den Bergen den ersten Schnee.

DWD-Mitteilung

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