S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 

S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 
+
Bild vom umstrittenen Polizeieinsatz im Schlossgarten: Ein Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 lässt sich nach einem Pfefferspray-Einsatz der Polizei die Augen mit Wasser auswaschen.

S 21-Einsatz: Polizei gibt Fehleinschätzungen zu

Stuttgart - Die Polizei hat Pannen bei dem umstrittenen heftigen Einsatz gegen “Stuttgart 21“-Gegner im Stuttgarter Schlossgarten sowie Fehleinschätzungen der Lage eingeräumt.

Lesen Sie dazu auch:

Verletzte Stuttgart-21-Gegner klagen gegen Land

Mappus bedauert Verletzte bei Demo

Aus einem Polizeibericht, den die Nachrichtenagentur dapd einsehen konnte, geht hervor, dass sich das Eintreffen der Einsatzkräfte aufgrund von Missverständnissen und unterschiedlichen Anfahrtsgeschwindigkeiten verzögert hatte. Deshalb sei es der Polizei nicht rechtzeitig gelungen, Absperrungen um das Areal aufzubauen, in dem später die Bäume abgeholzt werden sollten.

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

Der Bericht liegt Mitgliedern des parlamentarischen Untersuchungsausschusses vor, der die politische Verantwortung für den Polizeieinsatz aufklären soll. Aus dem Bericht wird ferner deutlich, dass die Polizei nicht mit so heftigem Widerstand gerechnet hatte. In der ersten Einsatzphase sei das Verhalten der “Stuttgart 21“-Gegner unerwartet heftig und aggressiv gegen die Polizei gerichtet gewesen.

Bei dem Polizeieinsatz am 30. September war es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Gegnern des Bahnprojekts “Stuttgart 21“ gekommen, über hundert Menschen wurden verletzt.

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Der Konvoi, der Absperrgitter zur Sicherung der Baustelle in den Schlossgarten bringen sollte, wurde bereits bei der Anfahrt blockiert, wie es in dem Bericht heißt. Die Polizeieinheiten seien erst gegen 11.00 Uhr eingetroffen, als die Gegnerorganisation “Parkschützer“ längst einen Alarm ausgelöst hatte. Bis um 11.45 Uhr fanden sich bereits 2.000 Demonstranten im Schlossgarten ein. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Lage bereits als aufgeheizt und aggressiv bewertet. Bereits in dieser ersten Phase gegen 11.45 Uhr erbat ein Einsatzleiter von Polizeipräsident Siegfried Stumpf die Erlaubnis, unmittelbaren Zwang anzuwenden und einen Wasserwerfer auffahren zu lassen. Zur Begründung hieß es sinngemäß, die Absperrung habe mit anderen Mitteln nicht errichtet werden können. Stumpf stimmte dem um 11.53 Uhr zu.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Razzia im Rockermilieu: Ortsgruppe der Hells Angels verboten
Großeinsatz in NRW: Mit einem Großaufgebot durchsucht die Polizei Räumlichkeiten im Rockermilieu. Weil es gefährlich werden könnte, sind auch Spezialeinsatzkommandos im …
Razzia im Rockermilieu: Ortsgruppe der Hells Angels verboten
Prozess nach Kohlenmonoxid-Tod von sechs Teenagern beginnt
Einem Vater wird nach dem Tod von sechs Teenagern in seiner Gartenlaube der Prozess gemacht. Die 18- und 19-Jährigen starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil ein …
Prozess nach Kohlenmonoxid-Tod von sechs Teenagern beginnt
Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz
Am Mittwochmorgen gibt es mehrere Razzien der Polizei in NRW: Ziel: Die Hells Angels.
Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz
Nach monatelanger Suche: Pärchen Arm in Arm in Felsspalte gefunden - tot
Monatelang wurde nach Rachel N. (20) und Joseph O. (21) gesucht. Am Wochenende wurden ihre Leichen im Joshua-Tree-Nationalpark entdeckt.
Nach monatelanger Suche: Pärchen Arm in Arm in Felsspalte gefunden - tot

Kommentare