22-Jährige lässt Baby erfrieren

Ravensburg - Eine Mutter, die ihr Baby erfrieren ließ, muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Ravensburg sprach die 22-Jährige des Totschlags in einem minderschweren Fall schuldig.

Die Mutter einer Dreijährigen hatte im vergangenen November im baden-württembergischen Schwendi auf der Toilette des elterlichen Wohnhauses heimlich ein zweites Kind zur Welt gebracht. Das Baby setzte sie danach bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Freien aus. Es starb an Unterkühlung.

Der Vorsitzende Richter sprach von einem “menschlichen Drama, das den Tod eines nur wenige Stunden alten Kindes zur Folge hatte“. Die Angeklagte sei “nicht nur Täterin, sondern auch Opfer geworden“. Niemand habe ihr geholfen, sagte der Richter. Der Verlobte habe sich von ihr trennen, der Stiefvater sie rauswerfen wollen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stein fällt von Kirchendecke und erschlägt Tourist
In einer der bedeutendsten Kirchen von Florenz hat sich ein Deckenelement gelöst und einen spanischen Touristen erschlagen.
Stein fällt von Kirchendecke und erschlägt Tourist
Grusliger Fund: Drei Tote in Tiefgarage gefunden
Grausiger Fund in einem Auto: Zeugen entdecken drei Leichen und alarmieren die Polizei. Die Ermittler vermuten eine Familientragödie.
Grusliger Fund: Drei Tote in Tiefgarage gefunden
Rote Linie für "Autofahrer-Pranger"
Fahren Autofahrer vorsichtiger, wenn ihr Fahrstil von anderen öffentlich bewertet wird? Diese Frage bleibt vor Gericht in Münster offen. Denn es geht um Verstöße gegen …
Rote Linie für "Autofahrer-Pranger"
Wegen Fliegerbombe: Halb Helgoland evakuiert - Entschärfung erfolgreich
Am Donnerstag wurde auf Helgoland eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Zuvor wurden rund 800 Menschen evakuiert.
Wegen Fliegerbombe: Halb Helgoland evakuiert - Entschärfung erfolgreich

Kommentare