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23-Jähriger behauptet, dieses Schmerzmittel habe ihn schwul gemacht

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Scott Purdy ist sich sicher: Seit seinem Unfall ist er homosexuell. Der Grund dafür: ein starkes Schmerzmittel. Doch kann das wirklich sein? Eine Spurensuche.

Diese Geschichte klingt unglaublich: Ein 23-jähriger Brite behauptet jetzt, dass ihn ein Schmerzmittel namens "Lyrica" homosexuell gemacht habe. Das hat er nun im englischen Frühstücksfernsehen bei ITV verraten. Dieses sollte er nach einem Go-Kart-Unfall einnehmen, bei dem er sich einen gebrochenen Fuß zugezogen hatte.

23-jähriger Brite glaubt: Lyrica hat ihn schwul gemacht - und warnt

Scott Purdy, der bis dato in einer heterosexuellen Beziehung lebte, soll sich nur kurz darauf von seiner Freundin getrennt haben. So verrät er: "Ein paar Wochen, nachdem ich angefangen habe, es (Lyrica) einzunehmen, bin ich anders geworden. Ich fand sie körperlich nicht mehr attraktiv." Der junge Mann habe ihr nicht erklären können, wie es dazu kommen konnte, aber schließlich machte er mit ihr Schluss: "Ich mag Männer, ich kann einfach nicht mehr bei dir sein." Seine Freundin habe verständnisvoll reagiert, so der arbeitslose Purdy weiter.

Der 23-Jährige wusste angeblich selbst lange nicht, woran es lag, bis er das Medikament, das von dem Pharma-Hersteller Pfizer produziert wird, für ein paar Wochen nicht mehr nahm. "Das Verlangen nach Männern ist einfach weggegangen", behauptet er in der Sendung. Doch das gefiel ihm nicht, weshalb er sich ganz für seine neue sexuelle Orientierung entschied. "Ich bin jetzt dabei. Ich bin sehr glücklich", meint er. "Ich möchte die Medikamente weiterhin einnehmen, weil sie mich glücklich machen. Ich habe mich sehr offen gefühlt. Es ist befreiend."

Tragisch: Junge Britin nimmt Imodium - kurz darauf stirbt sie. Kam es zu einer tödlichen Wechselwirkung?

Familie und Pharma-Konzern bestreiten angebliche Wirkung des Schmerzmittels

Doch das Pikante daran: In der Show gibt Purdy zu, dass er in der Vergangenheit auch mal "neugierig" gewesen sei. Auch sein eigener Vater Nigel Purdy findet den Bezug mehr als unglaubwürdig. Darauf angesprochen, erklärt er gegenüber der britischen Daily Mail: "Ich kenne doch meinen Sohn. Wir dachten schon immer, dass er bisexuell ist", so der 57-Jährige.

Auch interessant: Neue Studie will ergeben haben, dass Homosexualität doch in den Genen liegt.

Schon seit seiner Kindheit habe Scott ein "Verhalten" an den Tag gelegt, das den Vater an dessen Heterosexualität zweifeln ließen. "Eltern kennen ihre Kinder. Ich weiß nicht, warum er mit seinem Coming-out so lange gewartet hat. Sein ganzes Leben war bisher eine Lüge." Auch Scott Purdys Stiefmutter bestätigt, dass er bereits als Teenager sexuellen Kontakt zu anderen Männern pflegte.

Doch was sagt der Lyrica-Hersteller Pfizer selbst zu den Vorwürfen? Dieser gab jetzt gegenüber Merkur Online ein Statement ab, in dem er erklärt: "Wir gehen selbstverständlich jedem Nebenwirkungsfall nach und haben auch diesen entsprechend gemeldet. Wir sind gesetzlich verpflichtet, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen aufzuklären und diese unter Umständen an die zuständigen Behörden weiterzuleiten."

Zudem verweist Pfizer darauf, dass bei jeder Einnahme eines Medikaments unerwartete Nebenwirkungen eintreten könnten. Wenn dies der Fall sei, sollen sich Betroffene umgehen an ihren Arzt wenden oder dem Pharma-Hersteller melden.

Video: Hätten Sie es gewusst? Die Eltern dieser Promis sind homosexuell 

Lesen Sie auch: Eine neue Studie will Schockierendes über Ibuprofen ergeben haben. Ganz besonders Männer seien davon betroffen.

jp

Diese Sportler outeten sich als homosexuell

Rubriklistenbild: © Facebook / Scott Purdy (Screenshot)

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