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Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa über das Mittelmeer. (Symbolbild) 

Boote vor der Küste Libyens gefunden 

250 Tote bei Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer befürchtet

Madrid - Nach dem Auffinden zweier gekenterter Schlauchboote vor der libyschen Küste befürchtet eine spanische Hilfsorganisation den Tod von etwa 250 Flüchtlingen.

In der Nähe der Boote seien fünf Leichen aus dem Mittelmeer gezogen worden, sagte Laura Lanuza, eine Sprecherin der Organisation, am Donnerstag. 

Die Boote wurden rund 15 Meilen vor der Küste gefunden. "Wir glauben nicht, dass es eine andere Erklärung geben kann, als dass diese Schlauchboote voller Menschen waren", sagte Lanuza. Üblicherweise würden auf diesem Bootstyp jeweils 120 bis 140 Migranten transportiert. Bei den Ertrunkenen handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um Afrikaner im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Beim Auffinden waren sie seit etwa 24 Stunden tot. 

In diesem Jahr sollen bereits 440 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sein 

Im Mittelmeer kentern immer wieder behelfsmäßige Flüchtlingsboote. Seit Sonntag wurden mehr als 5000 Menschen aufgegriffen, die mit Schiffen die Überfahrt von Afrika Richtung Europa versuchten. Seit Jahresbeginn gelangten auf diese Weise mehr als 21.000 Menschen nach Italien. Die spanische Hilfsorganisation geht davon aus, dass derzeit trotz der ungünstigen Wetterbedingungen viele Flüchtlinge die Überfahrt versuchen, weil sie den extrem schlechten Lebensbedingungen in Libyen zu entkommen versuchen. Zudem besteht die Befürchtung, dass die Fluchtroute über das Mittelmeer abgeriegelt werden könnte. 

Das UN-Flüchtlingskommissariat schätzte die Zahl der im Mittelmeer in diesem Jahr ertrunkenen Migranten vor dem jüngsten Unglück auf 440. afp

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