Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland

Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland
+
Der Prozess um die tödliche Messerattacke auf einen Jobcenter-Mitarbeiter in Rothenburg ob der Tauber startet. Ein 29-Jähriger ist des Mordes angeklagt. Foto: Foto: Daniel Karmann/Archiv

29-Jähriger nach tödlicher Messerattacke vor Gericht

Ein Psychologe stirbt, nachdem ein Mann auf ihn eingestochen hat. Die Tat geschah im Jobcenter von Rothenburg ob der Tauber. Fast ein Jahr später beginnt nun der Mordprozess.

Ansbach (dpa) - Weil er im Jobcenter von Rothenburg ob der Tauber einen Psychologen erstochen haben soll, steht jetzt ein 29-Jähriger vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft im fränkischen Ansbach wirft ihm Mord vor. Der Mann gilt als psychisch krank.

Nach Verlesung der Anklage schloss das Ansbacher Landgericht die Öffentlichkeit zeitweise von der Verhandlung aus. Das Landgericht begründete dies mit Details zum Gesundheitszustand des Angeklagten.

"Die Öffentlichkeit kann ganz oder zum Teil von einer Verhandlung ausgeschlossen werden, wenn die Hauptverhandlung eine mögliche Unterbringung des Angeklagten zum Gegenstand hat", erklärte Gerichtssprecher Jürgen Krach. Die Kammer muss unter anderem entscheiden, ob der Mann eine Haftstrafe bekommt oder in eine psychiatrische Einrichtung (Unterbringung) eingewiesen wird.

Der Verteidiger hatte beantragt, den gesamten Fall nicht öffentlich zu verhandeln. Er verlas später eine Erklärung seines Mandanten. Die Tat tue dem Angeklagten unendlich leid, aber er könne sie nicht ungeschehen machen, berichtete der Gerichtssprecher aus dem nicht öffentlichen Teil.

Der 29-Jährige soll Anfang Dezember 2014 mit einem Küchenmesser im Büro einer Jobvermittlerin auf den Psychologen eingestochen haben - aus Verärgerung über dessen Gutachten. Er hatte ihm eine schizophrene Psychose und nur durchschnittliche Intelligenz bescheinigt. Der Arbeitslose verletzte den 61-Jährigen dabei so schwer, dass dieser kurze Zeit später starb.

Wenige Minuten vor dem eigentlichen Notruf bei der Polizei hatte eine Mitarbeiterin des Jobcenters die Beamten schon einmal angerufen und gesagt, dass sie von einem Mann bedroht werde, berichtete ein Polizist als Zeuge. Er schickte daher schon nach dem ersten Anruf einen Streifenwagen zum Jobcenter.

Der bei der Tat unter Drogen stehende 29-Jährige ist derzeit in einer psychiatrischen Klinik in Erlangen untergebracht. Das Landgericht Ansbach hat für den Prozess zunächst drei Verhandlungstage angesetzt.

Gericht zum Prozessbeginn

Gericht zum Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU fürchtet Folgen zunehmender Antibiotika-Resistenzen
Brüssel (dpa) - Immer häufiger sind Erreger gegen bestimmte Antibiotika resistent. Dem will die EU-Kommission entgegenwirken. Die Brüsseler Behörde legte Empfehlungen …
EU fürchtet Folgen zunehmender Antibiotika-Resistenzen
Die deutsche Sprache hat jetzt auch ein großes Eszett
Als der Rat für deutsche Rechtschreibung 2004 antrat, den "Sprachfrieden" herzustellen, herrschte ein wahrer Rechtschreibkrieg. Der ist inzwischen vorbei - nun hat der …
Die deutsche Sprache hat jetzt auch ein großes Eszett
Bombe in Berliner McDonald‘s: Polizei-Großeinsatz
In einem McDonald‘s in Berlin-Kreuzberg wurde eine Gasflasche mit Zündvorrichtung entdeckt. Polizei und Staatsschutz ermitteln nun.
Bombe in Berliner McDonald‘s: Polizei-Großeinsatz
Dieser Mann demoliert Denkmal - und überträgt das live im Internet
Live bei Facebook übertrug ein Amerikaner, wie er ein Denkmal mit seinem Auto über den Haufen fährt. Manche feiern ihn dafür als Held, andere verurteilen die Aktion.
Dieser Mann demoliert Denkmal - und überträgt das live im Internet

Kommentare