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Lufthansa-Maschine "Landshut" war im Oktober 1977 zunächst von palästinensischen Terroristen entführt und nach einem mehrtägigen Irrflug vom deutschen Anti-Terrorkommando GSG9 in Mogadischu befreit worden.

Schrottwert von 20.000 Euro

40 Jahre nach der Entführung: Deutschland holt die „Landshut“ nach Hause

Für 91 Menschen an Bord der "Landshut" waren diese vier Tage im Oktober des Jahres 1977 die schlimmsten ihres Lebens. Vier palästinensische Terroristen hatten den Jet gekapert.  Nun wird die Maschine ein Ausstellungsstück.  

Berlin - Knapp 40 Jahre nach der Entführung der einstigen Lufthansa-Maschine "Landshut" kommt das Flugzeug zurück nach Deutschland: Das Auswärtige Amt hat die Maschine bereits im Mai für umgerechnet 20.000 Euro in Brasilien erworben, wie es am Donnerstag aus dem Ministerium hieß. Das Flugzeug soll nun auf dem Gelände des Luft- und Raumfahrtmuseums in Friedrichshafen am Bodensee ausgestellt werden. Bislang war der Standort der „Landshut“, laut Merkur.de*, unklar.  

Die „Landshut“ soll restauriert werden.

Das Auswärtige Amt kaufte die Maschine den Angaben zufolge dem Flughafenbetreiber Infraero ab, der Kaufpreis entsprach dem Schrottwert der Maschine. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag soll die "Landshut" zunächst von einem Flugfeld im brasilianischen Fortaleza per Transportflug nach Deutschland gebracht und von Lufthansa-Experten auf dem Gelände des Luft- und Raumfahrtmuseums der Dornier-Stiftung in Friedrichshafen restauriert werden. 

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Landshut hat es verdient, in Deutschland eine letzte und würdige Heimat zu finden." Ihre Geschichte sei "hochaktuell in Zeiten, in denen ein ganz anderer Terrorismus unser friedliches Zusammenleben bedroht". Die Botschaft der Landshut laute: "Wir lassen uns nicht unterkriegen." 

In Friedrichshafen soll die Maschine unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in das dortige Museumskonzept eingebunden werden. "Die vielfachen Mordtaten und Anschläge des linksextremistischen RAF-Terrorismus sind Teil der deutschen Geschichte", sagte Grütters der "Bild"-Zeitung. 

Der blutige Herbst 1977

Die Entführung und die erfolgreiche Befreiungsaktion im Herbst 1977 sollten historisch beleuchtet werden und die Entschlossenheit eines demokratischen Rechtsstaates zeigen, sich nicht erpressen zu lassen. 

Der "Deutsche Herbst" 1977 hat sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Mehr darüber lesen Sie hier bei Merkur.de*.

Das Auswärtige Amt hat die Landshut bereits im Mai für umgerechnet 20.000 Euro gekauft.

 

Die Landshut war im Oktober 1977 zunächst von palästinensischen Terroristen entführt und nach einem mehrtägigen Irrflug vom deutschen Anti-Terrorkommando GSG9 in Mogadischu befreit worden. Einer der Elite-Polizisten, der damals dabei war, lebt heute in Bayern, wie Merkur.de*.

Mit der Entführung sollten inhaftierte RAF-Terroristen freigepresst werden. Nach der Befreiung nutzte die Lufthansa die Maschine noch einige Jahre, bevor sie schließlich verkauft wurde und mehrfach den Besitzer wechselte. Zuletzt gehörte sie einer brasilianischen Fluggesellschaft.

GSG 9: Das waren die spektakulärsten Einsätze

AFP

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