Rührender Umgang mit dem Tod

Herzzerreißend! 5-Jähriger am Grab seines Bruders

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Greenhill, Alabama - Der fünfjährige Walker pflegt eine ganz besondere Beziehung zu seinem verstorbenen Zwillingsbruder Willis. Diese herzzerreißende Geschichte geht gerade um die Welt.

Ein herzzerreißendes Bild geht gerade durch die Welt: Der damals fünfjährige Walker Myrick sitzt mit gesenktem Kopf neben einem geschmückten Grabstein. Auf dem Grabstein steht die Inschrift: „Willis Michael Myrick - Zwillingsbruder von Walker“. Betrachtet man nur das Bild könnte einen sehr schnell große Traurigkeit überkommen. Doch hinter dem Foto steckt eine wunderbare Geschichte, die zeigt, wie mit dem Tod umgegangen werden kann.

Die Geschichte hinter dem Bild begann, als Walker mit seiner Mutter Brooke Myrick nach Hause fuhr. Der Kleine hatte gerade seinen ersten Tag im Kindergarten hinter sich. Als die beiden am Friedhof vorbeifuhren, sagte Walker zu seiner Mutter „Ich will Willis sehen“, erzählt Brooke Myrick gegenüber der US-Amerikanischen Zeitschrift People

Am Grab von Willis angekommen, setzte sich Walker neben den Grabstein und erzählte seinem toten Zwillingsbruder von seinem ersten Tag im Kindergarten. Die Mutter erkannte sofort, dass dies ein besonderer Moment im Leben ihres Sohnes war und hielt die Szene mit ihrer Handy-Kamera fest. Walker saß nur ein paar Minuten am Grabstein seines Bruders, als er wieder aufstand, „strahlte er übers ganze Gesicht“, sagt die Mutter. „Ich denke, er wollte einfach dort sitzen und die Verbindung spüren“, erzählt sie weiter.

Eine Schock-Diagnose

Über die spezielle Verbindung von Zwillingen gibt es ganze Bücher und auch Walker scheint eine ganz eigene Beziehung zu seinem verstorbenen Bruder zu haben. In der Schwangerschaft sah es lange Zeit so aus, als ob Brooke Myrick Zwillinge bekommen würde. Sogar Kleidung und Spielzeug hatten die Eltern schon für beide Kinder gekauft. Doch nur Walker sollte lebendig zu Welt kommen. Sein Bruder Willis starb am sogenannten Zwillingssyndrom (TTTS). Bei dieser Krankheit wird nur ein Fötus im Mutterleib mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Ein Schock für die Mutter, die, nach Angaben von People, noch heute unter den Folgen leidet.

Offener Umgang mit dem Tod

Brooke entwickelte in der Folge ihre eigene Art mit der Situation umzugehen: Sie verdrängte nicht, sondern sprach offen über den verstorbenen Willis, auch mit seinem Zwillingsbruder Walker und den Kindern, die in den folgenden Jahren zur Welt kamen. Somit hatte Willis trotz seines Todes immer einen Platz in der Familia Myrick. Das erklärt wohl auch, warum es für Walker wohl nichts Außergewöhnliches war, nach seinem ersten Tag im Kindergarten zum Grabstein seines Bruders zu gehen und diesem von seinen Erlebnissen zu erzählen.

Eine rührende Geschichte, die zeigt, wie mit dem Verlust eines Menschen umgegangen werden kann. Um auf das Zwillingssyndrom aufmerksam zu machen, engagiert sich die gesamte Familie Myrick. Kurz nach dem Geburtstag von Walker veranstalten sie jedes Jahr einen Spaziergang, bei dem Spendengelder gesammelt werden sollen, die an die TTTS-Stiftung gespendet werden.

rs

Rubriklistenbild: © Facebook / A Miracle Unfolding-Gardner Quadruplets

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